Bericht von der WM im Classic-Bankdrücken

Die texanische Garnisonstadt Killeen war vom 17. bis 22. April 2017 Austragungsort der Weltmeisterschaften im Classic Bankdrücken. Am Start waren insgesamt 327 Athleten – davon 111 Frauen und 216 Männer. Ausgetragen wurden diese Titelkämpfe im Hotel „Marriot Coultyard“. Das deutsche Team konnte mit dem Gewinn von fünf Gold-, sechs Silber- und sechs Bronzemedaillen eine sehr erfolgreiche Bilanz verbuchen.

Bei der weiblichen Jugend schaffte Sandra Augustiniok von der TG Landshut mit 80 kg, 85 kg und 87,5 kg drei gültige Versuche und kam hinter Kloie Doublin aus den USA mit 102,5kg auf den zweiten Rang.

In der Altersklasse I der Frauen waren insgesamt fünf deutsche Frauen am Start. Martina Rummel vom KSC Puch erreichte in der Klasse bis 57 kg im zweiten Durchgang eine Last von 65 kg und holte hinter der Japanerin Chiho Ita mit 80 kg ebenfalls Silber. In der gleichen Kategorie kam Doris Augustiniok mit 57,5 kg auf Rang vier. Einen vielversprechenden internationalen Einstand gaben in der Kategorie bis 63 kg Tanja Artar vom KSC Puch mit 70 kg und dem Silberrang und Simone Brandt vom SV Rotation Langenbach mit 62,5 kg und Bronze. Auch Carina Müller-Freye zeigte sich in der Klasse bis 84 kg bestens vorbereitet und kam nach ihrem Missgeschick vom letzten Jahr dieses Mal mit neuer persönlicher Bestleistung von 85 kg auf den Bronzeplatz.

Die ersten Goldmedaillen gab es dann bei den Frauen in der Altersklasse II. Erster Höhepunkt war der Sieg von Marion Friedrich vom PSV Schwedt mit dem Championshipsrekord von 75 kg in der Kategorie bis 47 kg. Eine Klasse für sich war auch Regina Haas vom KSC Puch mit zwei Weltrekorden und einer Endlast von 106 kg im Mittelgewicht bis 72 kg. Etwas Pech hatte Ursula Häuser vom FC Rhein-Main Rüsselsheim in der Klasse bis 84 kg. Sie brachte insgesamt drei saubere Versuche durch und musste sich lediglich der US-Amerikanierin Kristine Kobza aufgrund eines um 420 Gramm höheren Körpergewichts geschlagen geben. Beide Athletinnen brachten jeweils 80 kg zur Hochstrecke. Den Medaillenregen schloss an diesem Tag Sylvia Wunderlich in der Kategorie plus 84 kg mit gedrückten 85 kg und dem Gewinn der Bronzemedaille ab. Abschließend gab es in dieser Altersklasse durch Regina Haas mit 103,97 Punkten und Marion Friedrich mit 102,08 Punkten die ersten beiden Plätze in der Relativwertung.

Einzige deutsche Athletin in der Altersklasse III war in der Kategorie bis 84 kg Eva Speth vom TSV Burgau. Mit gedrückten 90 kg sicherte sie sich ganz überlegen den Klassensieg.

In der Aktivenklasse der Männer musste sich Philipp Ziemer vom Greifenpower e. V. in der Gewichtklasse bis 66 kg mit sehr starker Konkurrenz auseinandersetzen. Gedrückte 145 kg im zweiten Versuch bedeuteten für ihn Rang sechs.

In der Altersklasse I der Männer waren von deutscher Seite insgesamt fünf Athleten am Start. In der Mittelgewichtsklasse bis 74 kg kam Andreas Pöhls vom Greifenpower e. V. mit gedrückten 147,5 kg und dem Bronzerang endlich zur langersehnten Medaille. Eine Gewichtsklasse höher gab Danny Bochmann vom SV Rotation Langenbach mit 130 kg und einem siebten Rang sein internationales Debut. Eine spannende Auseinandersetzung war dann die Entscheidung in der Klasse bis 105 kg. Wolfgang Zimmermann vom KSC II Amberg steigerte hier sehr klug und brachte mit 207,5 kg (Deutscher Rekord) in die Wertung. Der verdiente Lohn war für ihn die Silbermedaille. Bei den ganz schweren Jungs waren mit Sascha Wolf vom SV Rotation Langenbach und Robert Kretzschmar vom SV Lauter zwei Deutsche Sportler am Start. Sascha Wolf konnte sich im zweiten Durchgang mit 207,5 kg die Silbermedaille und Robert Kretzschmar mit 202,5 kg Bronze sichern. Am Sieg des Amerikaners Jamey Grothjan, der 240kg zur Hochstrecke brachte, gab es nichts zu rütteln.

In der Altersklasse II der Männer gingen mit Roy Berndt vom SV Rotation Langenbach und Veiko Friedrich vom PSV Schwedt in der Kategorie bis 83 kg zwei deutsche Sportler an den Start. Roy Berndt konnte sich mit 152,5 kg gegenüber den letztjährigen Deutschen Titelkämpfen deutlich steigern und erzielte immerhin Rang sechs. Veiko Friedrich erlebte nicht seinen besten Tag und kam mit 127,5 kg im ersten Versuch auf Rang acht. Gewohnt zuverlässig spulte Uwe Hering SV Bad Lausick im Mittelschwergewicht bis 93 kg sein Programm herunter. Mit gedrückten 172,5 kg konnte er sich Bronze sichern. Bei den Superschweren Jungs war der Vorjahresweltmeister Georg Haug vom Powerlifting Duisburg mit am Start. Nach sicherer Anfangslast von 195 kg sollten im zweiten und dritten Versuch 202,5 kg zur Hochstrecke gebracht werden. Beide Versuche misslangen jedoch, so dass er sich mit dem undankbaren vierten Rang begnügen musste.

Für Arthur Hirner vom KSC II Amberg war es das erste Jahr in der Altersklasse III. In der Leichtschwergewichtsklasse bis 83 kg hatte er sich sehr viel vorgenommen und wollte den Titel nach Amberg holen. 140 kg im ersten Versuch bedeuteten für ihn Championshipsrekord und die Goldmedaille.

In der Altersklasse IV gab es durch Lothar Köhl vom USV TU Dresden einen erfolgreichen Abschluss dieser Titelkämpfe. Mit drei sauberen Versuchen von 117,5 kg, 122,5 kg und 125 kg – allesamt Weltrekorde – ließ er sich den Sieg vom Japaner Takao Morohoshi mit 105 kg in keiner Phase streitig machen.

 

Anton Speth

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