Caroline Garhammer-Vogt und Martin Lux gewinnen Bavaria-Cup

KSV Renchtal holt beide Mannschaftstitel – 41 neue Cup-Rekorde 

Ganz im Zeichen des KSV Renchtal stand der 28. Bavaria-Cup im Kreuzheben beim Stemmclub Bavaria 20 Landshut. Nicht nur, dass der Erfolgsclub aus dem Schwarzwald um den Weltklasseheber Mario Schnurr die beiden Mannschaftssiege (Frauen und Männer) einheimste, auch der Männer-Gesamtsieg mit Martin Lux geht auf sein Konto. Dagegen blieb die Vormachtstellung der Schweizerin Caroline Garhammer-Vogt unangetastet – sie verteidigte überlegen ihren Vorjahressieg.

Obwohl die Hitzeschlacht in Trainingscenter des Stemmclubs prominente Opfer forderte, wie z. B. die sechsfache Gesamtsiegerin Ana Geitner aus Dresden und Manuel Baumgartner (KSV Reutte), wurden insgesamt 41 Bavaria-Cup-Rekorde aufgestellt.

Viele spannende Auseinandersetzungen in den verschiedenen Gewichtsklassen fanden ihren Höhepunkt in den Entscheidungen um die Gesamtsiege der Männer, Frauen und Mannschaften.

Den Auftakt machten die Männer und zuerst mussten die Altersklassenheber an die Hantel. Mit Staunen konnte man die körperliche Fitness der Senioren bewundern – allen voran der 80-jährige Alexander Diepold vom KSC Puch.

Mit drei neuen Rekorden hob sich Xaver Kennerknecht (TV Kempten) in der AK IV mit 120,49 kg relativ an die Spitze. Die AK III beherrschte ebenfalls mit drei neuen Bestmarken der Schrobenhausener Johann Goldstein (158,83).

Der zweifache Gesamtsieger Mario Schnurr vom KSV Renchtal – mittlerweile in die AK II aufgerückt, feierte seinen Einstand mit neuen Rekorden. Mit 185,91 Relativpunkten war er nicht nur Stärkster der AK II, sondern aller Altersklassen. Das musste selbst der Superschwergewichtler Franz Dallinger aus Salzburg als AK I-Sieger (163,36) akzeptieren.

Danach zeigte der Nachwuchs sein Können. Die beiden Jugendklassen B und A triumphierten Max Glok aus Friedrichshafen (108,55) und Kevin Schmid vom KSV Reutte (147,38). Bei den Junioren beeindruckte der Landshuter Viktor Prokopov mit 173,85 Relativpunkten, wurde aber vom Renchtaler Julian Schnurr mit einer Traummarke (192,69) überboten - eine schwere Hürde für die Athleten der Aktivenklasse. Zuerst traten die Gewichtsklassen bis einschließlich 83 kg an und hier knackten mit Manuel Körner (181,95), Andreas Stiglbauer (184,36) und Stefan Pagelsen (188,69) nur einzelne Heber die 180 Punkte-Marke – an der Führung von Julian Schnurr änderte das aber nichts! Der Einzige, der sich noch an die Spitze schieben konnte, war Martin Lux vom KSV Renchtal. Mit seinem zweiten Versuch an 285 kg lupfte er einen neuen Bavaria-Cup-Rekord und sicherte sich den Klassensieg bis 83 kg. Seine Relativmarke stand nun auf 191,2, lag aber immer noch 1,49 Punkte hinter Schnurr. Mit Nervenstärke meisterte Lux 290 kg im dritten Versuch und übernahm damit die Führung mit 194,56 Relativpunkten. Als dann die Schwergewichtler der Aktivengruppe den Wettbewerb aufnahmen, zeigte Sebastian Kaindl mit 189,54 Zählern ein ansprechendes, aber nicht ausreichendes Resultat. Immerhin war noch ein potentieller Kandidat im Rennen: Malte Fleissner vom AC Siegen. Nach einem holprigen Start musste er 325 kg wiederholen und erzielte damit 187,3 Punkte. Nun ließ er sich 340 kg aufladen – eine Last, die er schon gehoben hatte. Damit hätte er einen Punktestand von 195,94 erreicht und wäre um 1,38 Zähler an Lux vorbei marschiert. Der Versuch misslang und erst jetzt stand der Renchtaler als Gesamtsieger der Männer fest.

Interessant gestaltete sich auch der Verlauf beim Feilschen um den Gesamtsieg der Frauen. Nachdem Sabrina Pauli (KSC Frauenau) in der Jugend B mit 94 Punkten den Ton angab, setzte der Nachwuchs in der Jugend A mit der TG-Athletin Sandra Augustiniok (155,9) und in der Juniorenklasse mit Dakota Reich aus Imst (192,9) wahre Glanzpunkte.

Daran konnten selbst die respektablen Leistungen in der AK I von Barbara Wagner (141,5) vom Juniors Gym Imst und in der AK II von der Bavarianerin Michaela Lässer-Walt (174,3) nichts ändern.

Wenn sich auch in der Aktivengruppe die beiden Federgewichtlerinnen (bis 57 kg) Susann Cichon (Renchtal) und Carina Regensberger (Reutte) ein packendes Duell lieferten und Relativwerte von 183,8 und 181,1 hervorzauberten – Dakota Reich führte immer noch. Diese Angelegenheit „klärte“ die Vorjahressiegerin Caroline Garhammer-Vogt aus der Schweiz mit ihren zweiten Versuch an 185 kg. Damit lag sie mit 204,94 Punkten uneinholbar in Führung. Zufrieden gab sie sich aber damit noch nicht: Mit 200 kg im letzten Versuch schraubte die nur 60,5 kg schwere Leichtgewichtlerin ihr Punktekonto auf 221,6 Zähler und nahm wohlverdient ihren zweiten Bavaria-Löwen entgegen.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Bavaria-Cups holte ein Verein beide Mannschaftstitel. Die Damen vom KSV Renchtal siegten mit neuer Rekordmarke (482,4) hauchdünn vor Juniors Gym Imst (479,1), die ebenfalls noch über der alten Rekordmarke lagen und SC Oberölsbach (421,0). Die Männer dagegen sicherten sich unangefochten mit 742,19 Punkten ihren dritten Gesamtsieg vor ESV Neuaubing (704,54) und AK Bodyform Salzburg (688,24).

Streifzug durch die Gewichtsklassen

Männer (Altersklassen)

Die AK IV beeindruckte mit Alexander Diepold (KSC Puch) und mit Xaver Kennerkneckt (TV Kempten). Diepold gewann als Veranstaltungsältester (80 Jahre) das Leichtgewicht und Kennerknecht wurde Meister bis 120 kg. Der 19-fache deutsche Meister aus dem Allgäu stellte mit 170, 180 und 202,5 kg neue Turnier-Bestleistungen auf.

Aushängeschild der AK III war Johann Goldstein aus Schrobenhausen. Mit drei Bilderbuchversuchen, jeder ein neuer Cup-Rekord, behauptete er sich klar im Mittelschwergewicht. Mit Silber vorlieb nehmen musste der mit Rang vier von der WM aus Minsk zurückgekehrte Frauenauer Josef Weiß, der sogar noch die WM-Bronzemedaille vom Kreuzheben im Gepäck hatte.

Eine starke Leistung zeigte bis 105 kg der Würzburger Siegmund Schiebe. Er hob 250 kg und lag damit deutlich vor Josef Sussbauer (KSV Höllhöhe).

Konkurrenzlos siegten Ali Alkan aus Weinheim bis 66 kg und Werner Strohofer (Salzburg) bis 74 kg.

Vorzeigeheber Mario Schnurr war der Star der Altersklassen – er startete in der AK II bis 93 kg. Zahllose Bestmarken gehen auf sein Konto und auch dieses Mal zeigte sich der 51-jährige „Motor“ des KSV Renchtal in Rekordlaune. Mit 280 und 292,5 kg trug sich der zweifache Gesamtsieger erneut in die Bavaria-Cup-Rekordlisten ein.

Einen kraftvollen Auftritt zelebrierte der WM-Sechste im Kraftdreikampf, Michael Wimmer von der TG Landshut bis 74 kg. Ohne Fehlversuch meisterte der siebenfache deutsche Meister als Klassensieger 190 kg.

In der Leichtschwergewichtsklasse erwartete man einen interessanten Kräftevergleich zwischen Robert Robeis (Schrobenhausen) und Bruno Walt (Bavaria Landshut), der allerdings nach dem zweiten Durchgang entschieden war. Walt hatte hier 240 kg auf seinem Konto, die der Schrobenhausener im 3. Durchgang nicht mehr in Angriff nahm und sich mit 235 kg begnügte. Verärgert war der für den Landshuter Stemmclub startende Schweizer, als er 250 kg bewältigte und sein Versuch nicht gewertet wurde.

Zuverlässig wie immer dominierte der deutsche Meister Josef Grießl (Bavaria Landshut) die Klasse bis 105 kg mit 260 kg und Odo Sinnhuber heimste den Sieg bis 120 kg ein.

Die beiden Superschwergewichtler Hans-Jürgen Sandl (Höllhöhe) und Franz Dallinger (Bodyform Salzburg) waren nach der Relativwertung die stärksten Heber der AK I, obwohl sie ihr Potential nicht ausschöpfen konnten, weil sie bei ihren Startgewichten hängen blieben. Sandl siegte bis 120 kg mit 270 kg und für Dallinger wurden in der Klasse über 120 kg 290 kg notiert.

Mit 207,5 kg war Werner Stefanowicz aus Weinheim bis 105 kg erfolgreich. Nur 2,5 kg trennten Gold und Silber im Mittelschwergewicht (bis 93 kg). Der Neuaubinger Alexander Wichmann legte 235 kg vor, aber Alfons Räß aus Pfatter war mit 237,5 kg erfolgreich. Bronze ging an Daniel Hedinger (Bavaria Landshut) mit 215 kg.

Männer (Jugend/Junioren)

Einen überzeugenden Einstand in der B-Jugend machte der Friedrichshafener Max Glok mit drei neuen Turnier-Bestmarken in der Klasse bis 93 kg.

In der Jugend A gab es nur klare Sieger: Jonas Steinbauer (SC Wald) bis 64 kg, Kevin Schmid (Reutte) bis 74 kg, Simon Bayerl (Schrobenhausen) bis 93 kg und Tim Geitner (Oberölsbach) bis 105 kg.

21 Junioren bewarben sich um sieben Klassensiege. Im Alleingang kam zwar Daniel Zehnle (Renchtal) zum Titelgewinn bis 66 kg, ließ aber mit 215 kg und zwei neuen Rekorden seine guten Anlagen erkennen.

Mit 2,5 kg Vorsprung sicherte sich Adrian Gerekos (Schrobenhausen) Gold bis 74 kg vor Jonas Diefenbach aus Siegen, der 202,5 kg bezwang.

Zwei Versuche reichten Silas Geiß (AC Siegen) zur Meisterschaft im gut besetzten Leichtschwergewicht mit 235 kg.

Einen Auftritt par excellence zauberte Julian Schnurr (Renchtal) auf die Bühne. Mit 302,5 kg schloss er seine fehlerfreie Bilderbuchserie ab. Vizemeister Christian Wagner (Imst) musste zwar das Startgewicht wiederholen, bewies aber an 270 kg sein hohes Kräftereservoir. In einer großartigen Form präsentierte sich bis 105 kg Klassensieger Viktor Prokopov mit 280 kg. Florian Heissler (Neuaubing) und Josef Gabler (Höllhöhe) knackten als Nächstplatzierte mit 260 bzw. 250 kg die 5-Zentner-Marke.

Zu Meisterehren im 1. Superschwergewicht (bis 120 kg) kam Christoff Kraus aus Salzburg mit 240 kg.

Männer (Aktive)

Ein Blick in die Ergebnislisten verdeutlicht einen spannenden Wettkampfverlauf, da mit wenigen Ausnahmen die Leistungsdifferenz des Erst- und Zweitplatzierten kaum 10 kg überschritt.

Die Leichtgewichtsentscheidung wurde eine klare Angelegenheit des österreichischen Meisters Christof Reitinger (Bodyform Salzburg). 217,5 kg betrug seine Siegerlast.

Turbulent ging es bis 74 kg zu. Die vier Bewerber um den Klassensieg brachten nur fünf gültige Wertungen zustande. Dem späteren Vizemeister, Mario Seifriedsberger gelang es erst im letzten Anlauf, sein Startgewicht unter Kontrolle zu bringen. Klassensieger Marc Bielau aus Oberölsbach holte Gold mit 245 kg, seine abschließende Steigerung auf 270 kg war wohl etwas gewagt.

Hoch konzentriert und ein klares Ziel vor Augen – diesen Eindruck erweckte der Renchtaler Martin Lux in der Klasse bis 83 kg. Er nahm mit 277,5 kg das höchste Startgewicht und machte bereits im zweiten Durchgang mit 285 kg den „Sack“ zu, weil lediglich zwei Kontrahenten dieses Gewicht anpeilten, aber scheiterten. Seine Siegerlast von 290 kg hatten mit dem Klassensieg nichts mehr zu tun – sie „katapultierten“ ihn in der Relativwertung an die Spitze.

Philipp Schweda (Neuaubing) und Thomas Lehmeier (Oberölsbach) waren die potentiellen Anwärter auf Gold im Mittelschwergewicht. Die Entscheidung fiel bereits nach dem zweiten Durchgang, weil der Sieger aus Oberbayern bei jedem Versuch seines Gegners 10 kg mehr auflegen ließ und damit erfolgreich war.

Zwei 300 kg-Heber zogen die Aufmerksamkeit in der Klasse bis 105 kg auf sich. Der bayerische Meister Sebastian Kaindl aus Neuaubing ging favorisiert ins Rennen und legte mit 290, 300 und 315 kg eine bemerkenswerte Serie hin. Geitner bewältigte im zweiten Versuch 300 kg, musste aber an 315 kg passen. Bronze ging an den Salzburger Martin Strick mit 285 kg.

Hoffnungen auf eine Medaille machte sich auch Manuel Baumgartner (Reutte) selbst zunichte, weil er an seinem Startgewicht scheiterte. Bemerkenswert in dieser Klasse: Im Mittelfeld wurden vier Platzierungen aufgrund des Körpergewichts entschieden, weil es die gleiche Anzahl von Hebern mit gleicher Leistung gab.

Es hätte der ganz große Tag für Malte Fleissner werden können. Der Titelgewinn bis 120 kg galt ihm sicher und der Gesamtsieg greifbar. Malte Fleissner war bei den Anwärtern auf den Bavaria-Löwen bisher stets eine Option, aber so nah wie dieses Mal war er wohl noch nie. Es lag an ihm, ob er ein von ihm schon früher gemeistertes Gewicht an diesem Tag erneut bezwingen konnte. Leider konnte er es nicht! Der Einstieg in den Wettbewerb mit 325 kg ging daneben, die Wiederholung klappte. Er ließ sich die für den Gesamtsieg notwendigen 340 kg aufpacken, der Versuch scheiterte klar. Waren es die Nerven oder war es einfach nicht sein Tag? Trost für ihn: Klassensieg mit 30 kg Vorsprung? Vizemeister Markus Glück (Bodyform Salzburg) machte mit 295 kg eine gute Figur, die 307,5 kg waren aber noch nicht reif. Bronze ging an Johannes Setz (Imst) mit 280 kg.

Das Rennen um die Goldmedaille im Superschwergewicht gewann der Salzburger Christoph Würflinger mit 300 kg. Die beabsichtigte Aufholjagd der beiden Neuaubinger Carlo Gittermann und Kevin Degali, ebenfalls die 6-Zentner-Marke zu erklimmen, scheiterte.

Frauen (Jugend/Junioren)

Zum ersten Mal in der Geschichte des Bavaria-Cups gab es einen deutlichen Anstieg bei den Teilnehmerzahlen und mit der Verschiebung der Wettkampfzeiten auf die Abschlussgruppe erfuhren die Frauen eine besondere Würdigung.

In der ersten Frauengruppe starteten die Nachwuchskräfte. Wenn auch die Titel in der Jugend B und A im Alleingang vergeben wurden, so zeigten die beiden Athletinnen tollen Sport. Sabrina Pauli vom KSV Frauenau steigerte den von ihr gehaltenen Cup-Rekord in der Klasse bis 63 kg mit 82,5 und 90 kg gleich zweimal. Kaum aus Minsk zurück, zeigte die frischgebackene Vize-Weltmeisterin in der A-Jugend Sandra Augustiniok keinerlei Ermüdungserscheinungen und lupfte mit 145 und 155 kg neue Bavaria-Cup-Rekorde.

Ohne Fehlversuch siegte in der Juniorenkategorie Katja Haindl von der TG Landshut in der Klasse bis 57 kg mit 90 kg.

In den beiden nachfolgenden Gewichtsklassen dominierten die Zwillingsschwestern Cheyenne und Dakota Reich aus Imst. Cheyenne, Europameisterin im Kraftdreikampf, zog bis 63 kg 130 kg und lag damit klar vor der Salzburgerin Daniela Kittl. Bis 72 kg gab es Rekord-Festival mit fünf neuen Bestmarken. Die bisherige Rekordmarke, gehalten von Melanie Hausdörfer aus Sonneberg mit 105 kg, wurde im ersten Durchgang von Versuch zu Versuch erhöht: Sofia Walter (SC Oberölsbach) trug sich zuerst mit 115 kg in die Rekordliste ein, dann folgte Alexandra Lutsch (Bodyform Salzburg) mit 127,5 kg. Janine Oser aus Renchtal erhöhte auf 132,5 kg und den vorläufigen Höhepunkt setzte Dakota Reich mit 170 kg. Später schraubte die dreifache Vize-Europameisterin und Europarekordlerin die Marke auf 180 kg. An ihrem haushohen Sieg gab es nichts zu rütteln, um Silber entbrannte ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Janine Oser und Alexandra Lutsch, das die Schwarzwälderin bei Leistungsgleichheit (152,5 kg) aufgrund des leichteren Körpergewichts für sich entschied.

Einen tollen Abschluss dieser Gruppe gelang der Neuaubingerin Johanna Hübenthal mit neuer deutscher Rekordleistung (190,5 kg) in der Klasse bis 84 kg.

Frauen (Altersklassen)

Die Wettbewerbe in den Altersklassen wurden überschattet durch das Ausscheiden der sechsfachen Gesamtsiegerin Ana Geitner. Die nur 41,8 kg schwere Athletin stellte in Minsk bei der WM zwei Weltrekorde im Kreuzheben in der Klasse bis 47 kg auf und wurde Vize-Weltmeisterin im Kraftdreikampf. In Landshut nahm sie zum Auftakt 140 kg, die Weltrekordlast, die sie in Minsk gehoben hatte. Sie zog die Hantel mit großer Mühe über die Knie, dann waren ihre Kraftreserven erschöpft – sie musste auf weitere Versuche verzichteten.

Erfreuliche Aspekte setzte in dieser Altersgruppe Susanne Steidle, die mit jedem Versuch einen neuen Cup-Rekord produzierte und ihre Serie mit 171 kg und neuem Landesrekord abschloss.

Die für den Stemmclub Bavaria Landshut startende Schweizerin Michaela Lässer-Walt ging bis 52 kg mit großem körperlichen Einsatz zu Werke. Mit drei neuen Bestmarken (120, 125, 130) stellte sie mit ihrer 19. Teilnahme ihre Verbundenheit zum Bavaria-Cup eindrucksvoll unter Beweis.

Petra Dietmayr (Schrobenhausen) holte bis 72 kg mit 125 kg die Goldmedaille.

Das Rennen im Schwergewicht machte die Salzburgerin Eva Ceska mit 120 kg vor Anita Riedl (Frauenau), die sich im letzten Versuch noch vergeblich bemühte, die Führung zu übernehmen.

In der AK I waren zwei Gewichtsklassen belegt. Bis 72 kg setzte sich Annette Reif (SC Oberölsbach) mit 142,5 kg gegenüber Barbara Wagner aus Imst (135 kg) durch. Trost für die Zweitplatzierte: Ihr Relativergebnis war besser, als das der Siegerin.

Stefanie Laich (Ditzingen) siegte bis 84 kg.

Frauen (Aktive)

Zwar holte zum Auftakt der Aktivenwettstreite Anja Schreiner aus Oberölsbach mit 110 kg den Titel in der leichtesten Gewichtsklasse mit Cup-Rekord (110 kg) – zufrieden zeigte sie sich nicht, weil ihr bei den Folgeversuchen an 122,5 und 125 kg die Hände aufgingen.

Mit sicherem Vorsprung gewannen Ira Neitzel (Westerholt) bis 52 kg, Anja Bohmann (Wald) bis 84 kg und im Alleingang Saskia Grandl (Schrobenhausen) über 84 kg.

Die Frauenauerin Andrea Pauli bewältigte in der Klasse bis 72 kg siegreiche 155 kg, gefolgt von Christine Curfmann (Schrobenhausen) und Manuela Hauß (Renchtal), die jeweils 145 kg verbuchten.

Bis zum letzten Versuch lieferten sich bis 57 kg Susann Cichon (Renchtal) und Carina Regensberger (Reutte) ein packendes Duell, das die Athletin aus dem Schwarzwald gewann und mit zwei Cup-Rekorden krönte.

Die überzeugendste Leistung bot Caroline Garhammer-Vogt bis 63 kg. Über 170 und 185 kg näherte sie sich der 200 kg-Last an, die sie souverän lupfte. In dieser Klasse wollte Bayerns-KDK-Chefin Rosina Polster eine gute Vorstellung bieten. Leider konnte sie keinen ihrer Versuche in die Wertung bringen und schied unplatziert aus.

Verbandsehrungen

Während der Veranstaltung nahm der Vizepräsident des Bayerischen Gewichtheber- und Kraftsportverbandes (BGKV) Michael Wimmer drei Ehrungen des Verbandes vor. Susanne Steidle (SV Würzburg 05) erhielt aufgrund hervorragender Resultate bei nationalen und internationalen Wettkämpfen als Sonderehrung die höchste Verbandsauszeichnung.

Aufgrund des jahrzehntelangen (40 Jahre) erfolgreichen Einsatzes im Wettkampfsport ehrte der BGKV Johann Goldstein mit der Ehrenmedaille in Gold für sportliche Leistungen.

Den langjährigen Einsatz als Kampfrichter bei nationalen und internationalen Wettkämpfen von Josef Weiß würdigte der BGKV mit der Ehrennadel in Silber für Verdienste im Ehrenamt.

Kampfrichter

Folgende Kampfrichter waren beim Bavaria-Cup im Einsatz: Tobias Schäpe (KSC Atilla Dachau), Josef Sußbauer (KSV Höllhöhe), Michael Wimmer, Stefan Pagelsen (TG Landshut), Stefan Voss, Florian Tikwe, Andre Ignor, Bernhard Hoidn (STC Bavaria 20 Landshut), Isabelle Bausch (KSV Renchtal), Johann Goldstein (AC Olympia Schrobenhausen), Simon Hornauer, Günther Salbeck (SC Wald).

Als Hauptkampfrichter wirkten Rosina Polster (SC Oberölsbach), Rolf Bigge (ESV Neuaubing), Wolfgang Steidle (SV 05 Würzburg) und Josef Weiß (KSC Frauenau).

 

Dr. Karl Greiner

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