Nordliga Kraftdreikampf 2017 in Greifswald

Man mag es kaum glauben, aber bis zum Meldeschluss hatten sich 18 Mannschaften aus 11 Vereinen, die in der Gruppe Nord Kraftdreikampf betreiben, zur Teilnahme an der Nordliga Kraftdreikampf am 1. Juli 2017 gemeldet. Das hatte die Gruppe Nord als Veranstalter mehr als überrascht, war doch das Interesse in den letzten Jahren nicht ganz so groß gewesen.

Eine gewisse leichte Panik machte sich nicht nur beim Veranstalter, sondern auch beim ausrichtenden Verein Greifenpower e. V. breit, denn wenn davon ausgehen würde, dass bei 18 Mannschaften zu je 4 Heber/innen insgesamt bis zu 630 Versuche hätten bewertet werden müssen, hätte durchaus mit einer Wettbewerbsdauer von 12 bis 14 Stunden gerechnet werden müssen bis weit nach Mitternacht.

Das wäre für alle Beteiligten in hohem Maße unzumutbar gewesen, vor allen Dingen für die aktiven Sportler/innen, die teilweise Anreisefahrten von mehr als 500 km hinter sich gebracht und wieder vor sich gehabt hätten, für die Scheibenstecker und all das sonstige Personal, das ja bekanntermaßen für einen Kraftdreikampf organisatorisch notwendig ist.

Also haben sich die Gruppe Nord und Greifenpower e. V. kurzfristig entschlossen, die Zahl der Versuche bei den drei Teildisziplinen von 3 auf 2 zu reduzieren, was bei allen Beteiligten großen Beifall fand.

Nun zu den sportlichen Dingen: Letztendlich fanden sich am Wettkampftag in den Hallen des Greifenpower e. V. 15 Mannschaften ein. Aufgeteilt in 4 Gruppen konnten die 3 Teildisziplinen, bewertet von jeweils 2 Kampfrichtergruppen, in wenig mehr als 7 Stunden erfolgreich zu Ende geführt werden. Ausgezeichnete Scheibenstecker, zwei kundige Damen am Wettkampfprotokoll und eine rührige Veranstaltungssprecherin, allesamt vom gastgebenden Verein, haben wesentlich zu einem zügigen Ablauf beigetragen.

Sieger und Wanderpokalbesitzer für ein Jahr wurde die Mannschaft Motor Barth I, knapp dahinter Blau-Weiß Bergen I und dem Vorjahressieger aus Todtglüsingen. Der beste Heber kam auch aus Barth, nämlich Andreas Reiz (800 kg, 463,2 Relativpunkte), gefolgt von Ronny Schröder aus Bergen (720 kg, 452,7 Relativpunkte) und Pascal Suckow (705 kg, 450,4 Relativpunkte).

Fazit: Es war in Greifswald eine rundum gut organisierte Veranstaltung, dafür gebührt dem Greifswalder Chef Sandrino Herder ein herzlicher Dank. Es ist heutzutage ja nicht mehr so einfach, einen Ausrichter für ein solch großes Event zu finden. Gleichwohl ist der eigentliche Charakter einer Nordliga KDK bestehen geblieben, nämlich jung und etwas älter, Neulinge und erfahrene Sportler/innen haben ihre Kräfte miteinander und gegeneinander in freundschaftlicher Verbundenheit gemessen.

Die Gruppe Nord wird sich allerdings für 2018 bei der Vielzahl der interessierten Mannschaften ein anderes Ausrichtungskonzept (ggf. Vorrunde und Endkampf?) überlegen müssen. Vieles deutet darauf hin, dass der Kraftdreikampf sich im RAW-Bereich strukturell noch weiter als bisher schon entwickeln wird, KDK mit Equipment hat in der Gruppe Nord meines Erachtens nur noch wenige Freunde.

 

Jens-Uwe Bornhöft
Vorsitzender der Gruppe Nord

Neuen Kommentar schreiben

Filtered HTML

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <blockquote> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
Um Spam zu vermeiden, beantworten Sie bitte die Frage.
Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer e.V.
www.bvdk.de