Offene Hessenmeisterschaft im Kreuzheben 2017 – Fulda bittet an die Hantel

Zum ersten Mal seit 17 Jahren lud der PSV Blau-Gelb Fulda zu Landesmeisterschaften – und gut 40 Heber folgten dem Ruf, um in entspannter Atmosphäre die diesjährige offene Hessenmeisterschaft im Kreuzheben (Equipped) auszutragen. Bekannte Gesichter der Szene waren ebenso vertreten, wie Neulinge im Wettkampfgeschehen – und breites Grinsen allerseits während der Siegerehrung – zeugten von einem mehr als gelungenen Meisterschaftsverlauf für alle.

Schon die Youngsters als auch die alten Hasen legten sich in der ersten Wettkampfgruppe mächtig ins Zeug.

Jolien Steiner vom Polizeisportverein Sonneberg e. V., die jüngste Heberin der Veranstaltung, holte sich prompt in der weiblichen Jugend B, Gewichtsklasse plus 84 kg, konkurrenzlos mit souveränen 125 kg ihre Goldmedaille ab. Auch die A-Jugendliche Stine Dauder vom AC 1888 Marburg e. V. sicherte sich mit starken 110 kg in der Gewichtsklasse bis 63 kg Gold.

Juniorin Julia Bergmann aus Sonneberg erzielte in der Gewichtsklasse bis 72 kg ebenfalls mit 120 kg den ersten Platz.

Auch die aktiven Damen zeigten ihre ganze Klasse: Nathalie Koeck vom KSV Mainz 08 hob in der Gewichtsklasse bis 63 kg souverän 137,5 kg und sicherte sich Platz eins. Christine Groß (TSV 1892 Heiligenrode, bis 72 kg) und Sandra Beyer (Fitness-Club Rhein-Main, bis 84 kg) holten sich jeweils mit einer Last von 155 kg die Goldmedaille.

Eine Klasse für sich war das hessische Heber-Urgestein Anita Thimm, die an diesem Tag nicht nur organisatorisch wieder an allen Ecken und Enden in Aktion zu erleben war, sondern nebenbei auch noch mit stattlichen 110 kg in der AK III, bis 63 kg, konkurrenzlos Platz eins belegte.

Auch die männliche Jugend demonstrierte ihr ganzes Potential und deutete an, dass in der Zukunft der eine oder andere die Aktivenszene durchaus mit aufmischen dürfte.

Luca Kotzot vom TSV Heiligenrode, der schon bei der Landesmeisterschaft KDK Classic 14 Tage zuvor eine gute Figur abgegeben hatte, belohnte sich mit der Goldmedaille nach einer Leistung von 160 kg bei einem Körpergewicht von 66 kg.

Timon Kulemann vom AC Marburg (plus 120 kg) holte sich ebenso am Ende für gehobene 215 kg Gold.

Daniel Kotzot siegte in der Juniorenklasse und Gewichtsklasse bis 74 kg unangefochten mit einer Last von 180 kg.

Die Marburger Patrick Popp und Leo Dörr trugen in der Gewichtsklasse bis 83 kg ein kleines vereinsinternes Battle aus, das Patrick Popp am Ende mit gehobenen 200 kg und 15 kg Vorsprung vor seinem Mannschaftskamerad für sich entscheiden konnte.

Konkurrenzlos siegte Philipp Karbstein vom KSV Langen bei den Junioren in der Gewichtsklasse bis 93 kg mit einer Last von 270 kg.

Das zweite Vereinsbattle des Tages bot sich in der Juniorenklasse bis 105 kg, in der sich Kai Manfred Eckert und Lennart Söhngen vom AC Marburg ein gutes Duell boten. 275 kg sicherten am Ende Kai Manfred Eckert die Goldmedaille vor Lennart Söhngen, der mit 262,5 kg die Silbermedaille mit nach Hause nehmen konnte.

Lokalmatador Volker Bauer vom PSV Blau Geld Fulda holte sich in der für ihn ungewohnten Gewichtsklasse bis 120 kg (inoffizieller Hessenrekord) mit 237,5 kg Platz eins.

Bei den aktiven Männern sorgte Fabiano Luciano Capraro von der Athletenschmiede Heros-Kassel e. V. in der Gewichtsklasse bis 74 kg mit 175 kg für einen guten weiteren Wettkampfverlauf und sicherte sich mit dieser Leistung Platz eins.

Souverän die Leistung des Kadersportlers Marius Milla vom TSV 1892 Heiligenrode in der Gewichtsklasse bis 83 kg, der mit gehobenen 280 kg Platz eins vor dem Langener Tobias Rauch (215 kg) holte und am Ende der Veranstaltung als bester Heber des Tages zudem den begehrten Rudolf-Köster-Gedenkpokal mit nach Hause nehmen konnte.

Die Aktiven in der Gewichtsklasse bis 93 kg lieferten sich einen spannenden Wettkampf, bei dem am Ende lediglich ein 2,5 kg-Vorsprung die Entscheidung über Gold oder Silber brachte. Der Marburger Nico Kästner war es, der letztlich mit gehobenen 262,5 kg die Nase vorn hatte, gefolgt von Janis Trivolis (KSV Mainz 08), der sich mit 260 kg am Ende nur knapp geschlagen geben musste. Neuling Vincent Scharff vom ASC 1900 Griesheim hatte sichtlich Spaß an seinem ersten Wettkampf, der ihm mit 200 kg die Bronzemedaille einbrachte.

Die höchste Last des Tages hob Mike Schollbach vom TSV 1892 Heiligenrode in der Gewichtsklasse bis 105 kg. 310 kg waren sein Hantelgewicht, mit dem er sich Platz eins vor dem Darmstädter Sven Saiko sicherte, der sich seine 260 kg versilberte. Dritter Sieger war Alexander Schäbler vom KSV Mainz, der mit 225 kg Bronze holte.

Konkurrenzlos und souverän holten sich Friedrich Mockenhaupt vom AC Siegfried Darmstadt (bis 120 kg, 270 kg Hantellast) und der Griesheimer Benjami Hofmann (plus 120 kg, 235 kg Hantellast) ihre Goldmedaillen ab.

Sichtlich Spaß hatten auch die Herren der Alterklassen I bis IV, die den jüngeren Hebern in Nichts nachstanden und eine Goldmedaille nach der anderen sammelten.

In der AK I sicherte sich der Fuldaer Marko Staubach in der Gewichtsklasse – 83 kg mit 245kg Gold, ebenso Martin Margraf vom ASV Griesheim in der Gewichtsklasse bis 120 kg, der 220 kg für sich verbuchen konnte. Auch Marcel Benzler vom KSV Mainz 08 hob in der Gewichtsklasse plus 120 kg am Ende 220 kg und landete ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Stark die Leistung von Elmar Kottusch (AK II, bis 74 kg) des gastgebenden PSV Blau Gelb Fulda. Nur knapp scheiterte er am neuen Hessenrekord und sicherte sich unter den anfeuernden Rufen der Zuschauer mit souveränen 210 kg Platz eins.

Auch der Langener Peter Leister (AK II, bis 83 kg) hob sich unangefochten mit 175 kg zur Goldmedaille, ebenso wie Jürgen Kümmel in der Gewichtsklasse bis 120 kg, der am Ende 225 kg vergolden konnte.

Nicht weniger stark die Leistungen in der Alterklasse III. Karl-Heinz May vom Polizeisportverein Sonneberg erzielte mit einer Last von 190 kg in der Gewichtsklasse bis 120 kg Platz eins. Harald Paul vom FSV Blau-Weiß Bergen e. V. zog nach und freute sich am Ende in der Gewichtsklasse plus 120 kg über Gold für gehobene 175 kg.

Beeindruckt zeigten sich die Zuschauer einmal mehr von den Leistungen in der AK IV. Ludwig Werner von der AC Germania Aschaffenburg, bewies trotz seiner nahezu 80 Jahre, dass er keineswegs daran denkt, in naher Zukunft kürzer zu treten – souveräne 150 kg sicherten ihm bei einem Körpergewicht von 60,6 kg konkurrenzlos Platz eins.

Auch der Fuldaer Heinz Kovarna sorgte in dieser Altersklasse für eine weitere Goldmedaille für die Gastgeber. 135 kg Hantellast in der Gewichtsklasse bis 74 kg stellte am Ende für ihn die Höchstlast dar und brachte ihm Platz eins auf dem Siegertreppchen ein.

Die diesjährige Landesmeisterschaft in Fulda zeigt einmal mehr, dass der Kraftdreikampf mit seinen Einzeldisziplinen alters- und geschlechtsübergreifend einen festen Platz im hessischen Athletenverband innehat. Die aktuell erkennbare gute Nachwuchsarbeit vieler Vereine lässt für die kommenden Jahre auf viele weitere erfolgreiche Meisterschaften hoffen und man kann sich sicher sein, dass der eine oder andere Name dann noch häufiger vergoldet werden dürfte. Vielleicht ja auch (inter)national...

 

Daniela Jantzen

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