29. Bavaria-Cup im Kreuzheben beim Stemmclub

Nach Eingang der Meldungen umfasst das internationale Turnier ein Starterfeld von 106 Kraftsportlern aus 26 Vereinen, zuzüglich 10 Mannschaften.

Mit der Schweizerin Caroline Garhammer-Vogt, Martin Lux und den beiden Mannschaften des KSV Renchtal gehen alle vier Titelverteidiger in Landshut an die Hantel. Zudem wird der 3000. Starter des Turniers erwartet und die in den Diensten des Stemmclub Bavaria 20 Landshut hebende Schweizerin Michaela Lässer-Walt feiert mit ihrer 20. Teilnahme ein außergewöhnliches Jubiläum.

Neben dem zu erwartenden Kräftemessen in den einzelnen Kategorien stehen vor allem die für den Gesamtsieg so begehrten Bavaria-Löwen im Fokus der Kreuzheberspezialisten.

In der Frauenentscheidung gilt die aus der Schweiz nach Niederbayern gewechselte und nun für den Stemmclub Bavaria startberechtigte Carolina Garhammer-Vogt favorisiert, muss aber dennoch ein waches Auge auf Susann Cichon (Renchtal), Barbara Gapp (Freistadt) und Daniela Falck (Landshut) werfen.

Gewiss ist allerdings, dass sich auch dieses Mal an der vor 24 Jahren von Ulrike Herchenhein aufgestellten Maximallast (242,5 kg) alle die Zähne ausbeißen werden.

Einen schweren Stand hat Vorjahresmeister Martin Lux vom KSV Renchtal. Mitstreiter wie seine Vereinskameraden Julian Schnurr und Mario Schnurr, Reitinger Christof (Salzburg), Stefan Pagelsen (Landshut), sowie die Neuaubinger Jakob Schuhmacher und Sebastian Kaindl sind ihm aus dem Vorjahr bestens bekannt. Sein Hauptproblem wird aber Sascha Stendebach sein. Der „Überflieger“ vom KSV Mainz 08, bereits zweifacher Gesamtsieger, kommt mit einer Bestmarke von 365 kg nach Landshut. Das ist genau diejenige Last, die Martin Muhr 1996 gezogen hat und seitdem nicht überboten wurde. Sollte er diese Leistung in Landshut überbieten, würde er nicht nur einen neuen Maximalrekord aufstellen, sondern auch die seit 1995 bestehende Relativmarke des Italieners Giovanni Brunazzi löschen, zude  den 3. Löwen holen und damit mit den bisher erfolgreichsten Heber Herbert Ebert (TV Saarlouis) gleichziehen.

Nach dem Husarenstück des KSV Renchtal im letzten Jahr, als der aufstrebende Verein sowohl die Mannschaftssiege bei den Frauen als auch bei den Männern eroberte, gibt es dieses Mal eine Neuauflage. Während die Männer favorisiert ins Rennen gehen und evtl. sogar einen neuen Rekord anpeilen, kündigt sich bei den Frauen ein packender Dreikampf mit SC Oberölsbach und STC Bavaria 20 Landshut an.

In den einzelnen Alters- und Gewichtsklassen werden die Karten neu gemischt. Spannend dabei, nicht nur wer seine Gewichtsklasse gewinnt, sondern wer auch in seiner Alterskategorie die meisten Relativpunkte sammelt.

Bei der Frauen-Jugend wird Sabrina Pauli (KSC Frauenau) an der Spitze erwartet.

In der Juniorenkategorie können Sandra Augustiniok (TG Landshut) und Johanna Hübenthal (Neuaubing) den Ton angeben.

Während sich bei den Aktiven der Fokus auf Garhammer-Vogt, Gapp, Cichon und Schreiner richtet, wird in der Altersklasse Daniela Falck dominieren. Als älteste Starterin präsentiert sich Dagmar McSwain von der TG Landshut.

Die Jüngsten in der Männer-Gruppe kommen mit beachtlichen Vorleistungen nach Landshut. Als Beste könnten sich möglicherweise Simon Bayerl (Schrobenhausen) oder Michael Scholz (Oberölsbach) in Szene setzen.

Der Potsdamer Christian Flueras und der Schrobenhausener Marcel Sigl sind als stärkste Junioren gesetzt.

Sascha Stendebach führt unangefochten die Aktivenklasse an. Dahinter lauern auf eine möglichst gute Position Martin Lux, Jakob Schuhmacher, Stefan Pagelsen, Julian Schnur, Sebastian Kaindl und Jewgenij Kondraschow.

Vier Altersklassen sind besetzt, der älteste Starter ist der international hochdekorierte Alexander Diepold vom KSC Puch mit 81 Jahren. Die herausragendste Leistung erwartet man allerdings vom AK II-Heber Mario Schnur (KSV Renchtal).

Der Stemmclub Bavaria 20 Landshut bemüht sich wie in den vergangenen Jahren um einen reibungslosen Wettkampfverlauf.

  

Dr. Karl Greiner

Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer e.V.
www.bvdk.de