Erfolgreiches Bankdrückspektakel im Schwarzachtal

Der Oberölsbacher Champion-Cup sollte wieder einmal seinem Ruf gerecht werden und ein schönes Kraftsportfest mit tollen Leistungen und vielen Zuschauern werden.

Klaus Semskij wiederholt seinen Sieg aus dem Vorjahr – Cup-Comeback mit Sieg für Gabi Hirner

Der Geruch nach Rekord bei 145 gemeldeten Teilnehmer

Bei beachtlichen 145 gemeldeten Athleten versprach der 19. Champion-Cup ein Jahr des Rekordes zu werden. Der Teilnahmerekord aus dem Jahr 2006 war mit 138 Athletinnen und Athleten eine hohe Marke. Diese wollte man versuchen anzugreifen, wenn nicht sogar übertreffen. Nachdem das Jahr noch Jung ist und mitten im Winter steckt, hat es doch einige Athleten mit der momentanen Grippewelle erwischt. Hierdurch konnten „nur noch“ stattliche 132 Athletinnen und Athleten zum Champion-Cup antreten. So hoffen wir auf das 20. Jubiläum im nächsten Jahr, um den starken Rekord zu brechen.

Die Vorbereitungen durch das Team rund um Klemens Kratzer liefen wie gewohnt am Schnürchen.

Die Wettkampfhalle wurde wieder komfortabel arrangiert. Die Technik ließ so gut wie keine Wünsche zur Wettkampfverfolgung offen. Die neue Einteilung der Wettkampfhalle ließ mehr Platz für die interessierten Zuschauer, was auch in Anbetracht der starken Teilnehmerzahl von Nöten war. Der Aufwärmraum war wieder großzügig mit 3 Kombinationen ausgestattet. Das reichhaltige Kuchen- und Tortenbuffet wartete darauf verköstigt zu werden. Später konnte man das Geschehen mit köstlichen Leckereien des vereinseigenen Italieners genießen.

Fast keine Wünsche blieben am Verkaufstand von Udo Hartmann übrig in Sachen Equipment. Dieser wird auch nächstes Jahr wieder fester Bestandteil des Cups sein.

Die Spiele konnten somit pünktlich zur Waage um 09.00 Uhr beginnen. Nachdem im letzten Jahr sich der „milde“ Winter 2011/2012 unerwartet heftig pünktlich zum Cup zurückgemeldet hatte, blieb dieses Jahr das Wetter konstant mit ein paar Schneeflocken, sodass alle Athletinnen und Athleten samt Betreuer sicher anreisen konnten und die Halle bereits um 09.00 Uhr gut gefüllt war.

Der Zeitplan war für die doch große Menge an Athleten sehr straff gehalten. Hier konnte die ein oder andere kleine Verspätung nicht verhindert werden. Was im Großen und Ganzen nicht weiter schlimm war, da hier immer rechtzeitig die wichtigen Informationen floßen. Am Ende konnte dann doch recht zeitplanmäßig um 18.00 Uhr die letzte Siegerehrung nach spannenden Zweikämpfen und tollen Leistungen abgehalten und die Champion gekürt werden.

Starke Vorstellung von Cup-Siegerin Gabi Hirner

Der Wettkampf begann traditionell mit den Frauen. Von den 19 gemeldeten Frauen musste nur eine Dame die Teilnahme absagen. Leider war dies Vorjahressiegerin Regina Haas vom KSC Puch, die nochmal ordentlich ins Geschehen um den großen Champion-Cup-Pokal hätte eingreifen können. Sie musste aufgrund einer Verletzung in der Schulter absagen. Wir wünschen ihr eine gute und schnelle Genesung damit sie zu den Weltmeisterschaften im April wieder angreifen kann.

Klare Favoriten auf den Cup-Sieg war bereits nach der Meldeliste Gabi Hirner vom KSC II Amberg (AK I bis 57 kg). Gabi konnte bereits in den Jahren 2003 (95 kg bzw. 114 Punkte) und 2005 (105 kg bzw. 124 Punkte) den großen Champion-Cup-Pokal erkämpfen. Nun sollte der dritte Sieg besiegelt werden. Mit einer tollen Serie von 95-100-107,5 kg und daraus resultierenden starken 125 Punkte und mit knapp 20 Punkten Vorsprung wurde sie die stärkste Frau im Feld. Mit 107,5 kg hatte sie auch ihren eigenen Deutschen Rekord über 105 überboten. Hinter ihr reihte sich Frieda Holzer vom PSC Rosenberg (AK I bis 72 kg) mit starken 110 kg bzw. 108 Punkten ein. Relativdritte wurde die Aktive Silvia Stütz vom FC Rhein-Main Rüsselsheim (Aktive bis 63 kg) mit 95 kg aus dem zweiten Versuch, die noch gute 103 Punkte bedeuteten.

Bei den Jugend und Junioren gingen alle Mädels ohne unterstützendes Shirt an die Hantel. Hier bestach wieder einmal Lokalmatadorin Anja Schreiner mit starken 70 kg bzw. 91 Punkten vor Christina Wimberger (TG Landshut) und Lara Westner (KSC Puch).

Bei den Aktiven Frauen konnten vorallem Relativdritte Silvia Stütz und Wettkampfleiterin Rosina Polster (Aktive bis 72 kg) mit zwei guten Versuchen überzeugen und um die 100 Relativpunkte für sich verbuchen. Hier war mit drei Athletinnen die Klasse bis 72 kg am Besten besetzt.

Die Altersklassen der Frauen bestimmen wie auch bei den Männern, das wohl momentan beste Gesamtniveau im Bankdrücken Deutschlandweit. Mit Gabi Hirner, Frieda Holzer und Ursula Häuser (AK II bis 84 kg) zeigten drei Frauen Leistungen jenseits der 100 Relativpunkte. Pia Kring (AK II bis 57 kg) scheiterte hier nur knapp daran.

Karl-Heinz May bei den Altersklassen III bis V ganz vorne

In der zweiten Gruppe des Tages gingen die männlichen Altersklassen III bis V an den Start. Von den gemeldeten acht Startern musste nur Altmeister und treuer Champion-Cup-Anhänger Peter Rumbler vom ASV Grießheim 1900 verletzungsbedingt absagen. Wir hoffen, dass er bald wieder fit ist um zum Jubiläum wieder antreten zu können.

Mit nur zwei ungültigen Versuch der gesamten Gruppe konnten die AK III bis V mit ihrer Souveränität überzeugen. Der Stärkste in der Truppe, Karl-Heinz May vom KKSV Sonneberg (AK III plus 120 kg) musste sich im letzten Versuch den 200 kg geschlagen geben. Trotzdem konnte er sich mit starken 190 kg bzw. 109 Punkten vor die anderen Athleten setzen. Der stärkste in der Truppe der AK IV, Harald Will vom AC 92 Weinheim (bis 93 kg) ließ sich nach einem ungültigen zweiten Versuch nicht irritieren und steigerte auf 155 kg, die letztendlich ausreichten um sich mit 98 Punkten vor Ludwig Pfaus vom SV Fellbach (bis 74 kg) mit 91 Punkten und Alexander Diepold vom KSC Puch (AK IV bis 66 kg) mit 88 Punkten zu setzen.

Sportchef der Abteilung Power-Fit und SCO-Urgestein Klemens Kratzer ließ es sich nicht nehmen und ging mit seinen 80 Lenzen an den Start. Trotz Probleme im Bizeps und Schulter zeigte er mit einer tollen Serie und am Ende 82,5 kg eine beachtliche Leistung. Bei der Siegerehrung wurde ihm eine besondere Ehrung zu Teil. Er bekam von Carlo Broecher von der Firma Cyperfit einen vergoldeten Hantelsatz von IVANKO überreicht für sein sportliches Engagement über Jahrzehnte.

SCO-Zwillinge ganz vorne bei der B-Jugend

Der zweite Wettkampfabschnitt ging mit der männlichen B-Jugend zur Mittagsstunde an die Hantel. Alle sechs gemeldeten Athleten gingen auch an den Start. Hier darf die Teilnehmerzahl in den kommenden Jahren noch steigen, den hier liegt auch unsere Zukunft im Sport.

Stark besetzt war hier mit zwei Drittel der Athleten die Klasse bis 74 kg, die auch gleichzeitig die Relativwertung unter sich ausmachte. Nicht zu schlagen waren hier die Zwillinge Philipp und Simon Gottschalk vom SC Oberölsbach. Beide zeigten eine tadellose Serie von 77,5-82,5-85 kg. Am Ende mit den Vorteil für Philipp, da er 1,4 Kilo leichter als sein Zwillingsbruder war. Beide zeigten noch Luft nach oben für die anstehenden Deutschen Meisterschaften in Gießen. Auf die weiteren Plätze landeten Kevin Wegener vom KKSV Sonneberg mit 77,5 kg und Michael Hierl vom SC Oberölsbach mit 75 kg.

Murat Kilic bei der A-Jugend nicht zu schlagen

Im Anschluss an die B-Jugend gingen alle sechs gemeldeten A-Jugendlichen an die Hantel. Herausragender Athlet war Murat Kilic vom AC Amberg. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten konnte er mit seinen Versuchen über 145 und 150 kg einen tollen Wettkampf ablieferen. Die gezeigten 150 kg bedeuteten starke 108 Punkte und einen 26-Punkte-Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. Alexander Meier vom SC Oberölsbach ging erstmals mit unterstützendem Hemd an die Hantel. Er erzielte mit 120 kg noch 82 Punkte und konnte sich als jüngster Athlet in der A-Jugend so den zweiten Relativplatz sichern. Nur ein gültiger Versuch über 130 kg reichten Martin Michaelis vom STC Bavaria 20 Landshut sich auf den dritten Relativplatz zu setzen. Die Steigerung um satte 10 kg war an diesem Tag dann doch zu viel. Einen soliden und sicheren Wettkampf absolvierte auch Daniel Karl vom KSC Puch, der mit 85-90-92,5 kg noch sehr viel Luft nach oben zeigte.

Christian Schumacher hat die Nase vorne bei den Junioren

Überraschend stark war das Teilnehmerfeld der Junioren. Hier gingen von den 25 gemeldeten Startern 23 an die Hantel. Auch hier mussten zwei gute Athleten mit Dennis Feitz und Sascha Stendebach krankheitsbedingt absagen.

Den Anfang machte Benedikt Schorr vom KKC Bodyfit Bad Abbach, der in der Klasse bis 66 kg zwar im Alleingang aber mit einer starken RAW-Leistung von 122,5 kg gute 96 Punkte erzielte. Der Relativsieger der Junioren kommt aus der Klasse bis 74 kg. Mit einer starken Leistung von 150 kg deklassierte er seine Gegner um 50 bzw. 80 kg. Er gewann mit 110 Relativpunkten die Juniorenkonkurrenz. Die mit neun Mann gemeldete Klasse bis 83 kg verteilte sich auf die anderen Klassen, so dass am Ende ein spannender Fünfkampf übrig blieb. Es wurde gut gepokert, aber am Ende hatte der Mann aus Landshut, Stefan Pagelsen mit raw-gedrückten 135 kg die Nase vorn. Er konnte mit nur einem gültigen Versuch die Konkurrenz hinter sich lassen und noch gute 97 Punkte abstauben. Knapp dahinter reihte sich Lokalmatador Thomas Lehmeier mit 132,5 kg ein vor Michael Süli vom FC Ebenhofen mit 130 kg. Die Plätze vier und fünf gingen mit 125 bzw. 122,5 kg an Andre Weißmann vom TSV Katzwang und Martin Streifinger vom KSC Puch.

Die Klasse bis 93 kg war mit acht Startern am Besten besetzt. Hier wurde es auch bis zum letzten Versuch spannend. Arge Probleme hatte hier der spätere Sieger Fabian Pflamminger vom KKC Bodyfit Bad Abbach, der erst im dritten Versuch seine Last gültig nach oben drücken könnte. Beide Versuche über 165 kg waren ungültig. Im dritten Versuch steigerte er auf 167,5 kg und hatte so die nötige Last um ordentlich das Gewicht kontrollieren und drücken zu können. Mit seinen 108 Relativpunkten reihte er sich knapp hinter Schumacher auf Platz zwei der Relativwertung ein. Platz zwei der Klassenwertung bzw. Platz drei der Relativwertung ging nach Ebenhofen an Mike Hasler. Auch er konnte nur einen gültigen Versuch in die Wertung bringen. Er erzielte mit seinem  Zweitversuch 160 kg bzw. 105 Relativpunkte. Mit minimalen Übergewicht verpasste Matthias Kürzinger vom SC Oberölsbach den Sieg in der Klasse bis 83 kg und musste sich in der höheren Klasse mit gedrückten 155 kg mit dem dritten Platz zufrieden geben. Mit 103 Punkte war dies noch Rang vier der Relativwertung. Dahinter folgte Christian Hagl mit noch ordentlichen 140 kg aus dem Erstversuch. Die Wertung der Klasse bis 105 kg konnte sein Zwillingsbruder Johann Hagl mit 137,5 kg für sich entscheiden. Ohne unterstützendes Hemd erreichte Nico Jones vom KSV Mainz 08 mit 125 kg noch einen guten zweiten Platz. Der dritte Athlet schied ohne gültigen Versuch aus der Wertung aus. Im vereinsinternen Duell in der Klasse bis 120 kg konnte sich klar Lars Krüger vom STC Bavaria 20 Landshut mit starken 172,5 kg vor Stefan Voss mit 130 kg durchsetzen. Krüger war zugleich der fünfte Junior der die 100-Punkte-Grenze überschritt und die höchste Tageslast bei den Junioren erzielte. Alexander Einwang, ebenfalls vom STC Bavaria Lanshut marschierte mit zwei Versuchen und 140 kg konkurrenzlos zum Sieg in der Klasse plus 120 kg.

Jürgen Lochner dominiert die Altersklasse II

27 der 28 gemeldeten Athleten gingen voller Kampfeslust am Nachmittag an den Start. Die TopTen der Heber konnte einen Relativwert über 100 und mehr aufweisen. Mit den ersten vier Athleten der Relativwertung zeigten sich auch internationale Hochkaräter. Allen voran Dritter der Weltmeisterschaften 2012, Jürgen Lochner vom FC Ebenhofen. Weltmeister im Leichtgewicht, Klaus Griesch vom Iron Athletik Sportclub Erfurt sowie Udo Thielking (FC Rhein-Main Rüsselsheim) und Hans-Jürgen Ehrt mit erfolgreichen Teilnahmen.

Wieder zurück von der Klasse bis 93 kg in die Klasse bis 66 kg konnte Michael Wimmer mit einer sauberen Serie und am Ende 95 kg konkurrenzlos diese Klasse für sich entscheiden. Klaus Griesch ließ in der Klasse bis 74 kg nichts anbrennen und zeigte stattliche Versuche über 165 bzw. 175 kg, mit der er seine Konkurrenz klar distanzierte. Die geforderten 185 kg, die seinen eigenen Deutschen Rekord von 180,5 kg überbieten sollte, waren an diesem Tag leider noch zu schwer. Mit den erzielten 126 Punkten konnte er sich in der Relativwertung der AK II auf einen starken vierten Platz setzen. Der Favorit der Klasse bis 83 kg, Arthur Hirner vom KSC II Amberg, konnte mit seinen drei Versuchen über 190 kg nicht überzeugen und schied damit ohne gültien Versuch aus der Wertung aus. In einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen konnte sich Juri Makuschkin von der TG Landshut mit 145 kg vor Uwe Reinhardt von den Kraftsportfreunden Stöckigt mit 142,5 kg setzen. Die Klasse bis 93 kg war mit sechs Mann besetzt, allen voran Klassensieger Hans-Jürgen Ehrt mit einer sauberen Serie von 195-200-205 kg und am Ende Platz drei der Relativwertung. Diethard Lang vom SV Rotation Langenbach konnte sich hier mit 172,5 kg noch auf Platz zwei vor Lothar Pritzl vom KSC Frauenau mit 160 kg setzen, der nach dem zweiten Versuch verletzt aufgeben musste. In der Klasse bis 105 kg wurde klar auf „RAW-Power“ gesetzt. Hier lieferten sich vorallem die Altmeister Manfred Georg (AC 1888 Marburg) und Klaus Kubesch (FC Ebenhofen) ein heißes Duell. Am Ende hatte Manfred Georg klar die Nase vorn. Mit guten Versuchen über 160 und 170 kg konnte er überzeugen. Die Steigerung auf 175 kg war dann doch noch zu schwer. Klaus Kubesch konnte nur seinen Anfangsversuch von 162,5 kg durchbringen und scheiterte an seinen Steigerungen von 170 bzw. 172,5 kg. Dahinter folgten Stephan Lerach und Johann Walther. Mit sechs Mann war die Klasse bis 120 kg gut besetzt. Von Anfang an hatte Michael Schäfer von den Kraftsportfreunden Stöckigt das Zepter in der Hand und ließ es den ganzen Wettkampf über auch nicht mehr los. Ohne Fehlversuch erreichte er am Ende ordentliche 192,5 kg bzw. 111 Relativpunkte. Spannnend machte es auf Platz zwei Werner Wieninger vom KKC Bodyfit Bad Abbach. RAW-startend schaffte er erst im zweiten Versuch seine Anfangslast kampfbetonend zur Hochstrecke und in die Wertung zu bringen. Die geforderten 180 kg im dritten Versuch waren dann doch zu schwer. Mit einer schönen 3er Serie und am Ende 165 kg setzte sich Lutz Lenk vom PSV Sonneberg auf einen guten dritten Platz. Die wohl leistungsmäßig stärkste Klasse war die Königsklasse plus 120 kg. Hier setzte Jürgen Lochner vom FC Ebenhofen bereits beim Einstiegsversuch von stattlichen 260 kg einen richtigen Glanzpunkt. Die geforderten 275 kg waren dann aber doch zwei Mal technisch nicht zu beherrschen. Hier hätte er seinen eigenen Deutschen Rekord um 5 kg überbieten können. Einen mehr als verdienten zweiten Platz erzielte Udo Thielking vom FC Rhein-Main Rüsselsheim. Mit seinen Versuchen über 235 bzw. 240 kg zeigte er starke Versuche. Im dritten Versuch fehlten ihm an den 245 kg noch ein wenig die Kraft. Am Ende aber standen Jürgen Lochner und Udo Thielking sowohl bei der Klassen- als auch bei der Relativwertung ganz oben. Mit den starken 143 Relativpunkten setzte Jürgen Lochner eine erste Duftmarke auf den großen Champion-Cup-Pokal, die es erst einmal zu brechen galt.

Wiederholungstäter Klaus Semskij

Nach der männlichen Altersklasse II gingen die Männer von 40-49 Jahren an die Hantel. Nur ein Athlet musste erkältungsbedingt absagen und so gingen 16 Teilnehmer an den Start. Im Alleingang gewann Mike Grzibek vom KSV Zillbach mit nur einem gültigen Versuch von starken 150 kg die Klasse bis 74 kg. Ebenfalls mit nur einem gültigen Versuch konnte sich Max Heynck vom KSC Puch mit 115 kg vor Frank Wittiger vom PSV Sonneberg mit 75 kg in der Klasse bis 83 kg durchsetzen. Josef Bretträger vom KSC Attila Dachau und Stefan Schneider vom PSV Sonneberg profitierten davon, dass Klaus Semskij mit deutlichem Übergewicht eine Klasse höher als in der Meldung angegeben, gestartet ist. Die Klasse bis 93 kg sicherte sich somit Josef Bretträger mit 135 kg vor Stefan Schneider mit 120 kg. In der Klasse bzw. in der gesamten Männerkonkurrenz ging kein Weg an Klaus Semskij vom STC Bavaria 20 Landshut vorbei. Mit „leichten“ 98 kg Körpergewicht zeigte er einen soliden Wettkampf mit schönen Versuchen. Er stieg mit lockeren 245 kg ein und steigerte auf genauso lockere 250 kg. Im dritten Versuch zeigte er noch starke 260 kg die den Gesamtsieg mehr als absicherten. Mit den daraus resultierenden 159,25 Punkten blieb er genau vier Punkte hinter seiner Vorjahresleistung und dem damit einhergehenden Cup-Rekord von 163,25 Punkten. Bereits mit seinem Einstiegsversuch hätte er die Gesamtwertung für sich entschieden gehabt. Dahinter zeigten Ruhi Kocamaz vom AC Kaufbeuren mit 190 kg bzw. Thomas Ziegler vom TSV Katzwang mit 180 kg und Sven Kullman von der SG Motor Arnstadt mit 175 kg noch solide und ansprechende Leistungen. Nachdem Klaus eine Klasse höher eingestiegen ist, ging auch Wolfgang Zimmermann vom KSC II Amberg auch mit deutlichem Übergewicht in der Klasse bis 120 kg an den Start. Dieser zeigte sich mit Versuchen über 230 bzw. 240 kg in einer soliden Form. Die gewählten fünf Zentner im dritten Versuch waren aber dann doch noch zu schwer. Nichtsdestotrotz sicherte er sich den zweiten Platz der Relativwertung der AK I. Einen schönen Wettkampf zeigte auch der Zweitplatzierte der Klasse bis 120 kg, Fatih Zeybek vom FC Rhein-Main Rüsselsheim mit einer gültigen Serie von 210-222,5 und 225 kg, die neue persönliche Bestleistung bedeuteten. Gleichzeitig wurde er mit dieser Leistung Dritter der Relativwertung der AK I. Jürgen Titz vom FC Ebenhofen setzte sich mit nur einem gültigen Versuch über 180 kg auf den dritten Platz vor Michael Schmatloch vom KSC Frauenau, der nur knapp an 182,5 kg scheiterte und sich mit Platz vier und 175 kg zufrieden geben musste.

Spannend bis zum Schluss – Ronny Reimling Sieger bei den Aktiven

Einen starken Teilnehmerschwund aufgrund vieler Erkrankungen erlebte die männliche Aktivenklasse. Von Anfangs gemeldeten 36 Athleten blieben am Ende noch 29 übrig. Nichtsdestotrotz waren die Aktivenklassen komplett besetzt. Mal mehr, mal weniger stark. Die Klassen bis 59 kg und bis 66 kg waren je mit nur einem Heber besetzt, so dass sich dort niemand Sorgen um seine Platzierung machen musste. Bis 74 kg machte Pascal Peukert vom KKC Bodyfit Bad Abbach zwar nur seinen Erstversuch gültig, zeigte aber mit 150 kg eine solide Leistung. Andre Ignor vom STC Bavaria 20 Landshut zeigte dagegen eine saubere Serie auf am Ende 132,5 kg und machte damit dem zweiten Platz perfekt. In der Konkurrenz bis 83 kg blieb das Podest in bayerischer Hand. Andreas Staude ebenfalls für Landshut startend brachte mit seinem dritten Versuch über 167,5 kg den Cup-Titel nach Niederbayern. Nur 5 kg dahinter reihte sich Steffen Reimann aus Ebenhofen ein. Noch einmal Landshut hieß es auf Platz drei, Newcomer Rolf Gross drückte 120 kg zur Hochstrecke. In der Klasse bis 93 kg ging es um die Podestplätze der Relativwertung. Diese Klasse war mit acht Starken am besten bei den Aktiven besetzt. Gabor Farkas von der TSG Augsburg brachte zwar nur seinen ersten Versuch über 230 kg in die Wertung, kassierte dafür aber schon einmal stattliche 145 Relativpunkte, was am Ende Platz eins der Gewichtsklasse und Platz zwei der Relativwertung bedeutete. Markus Sellerer vom Nachbarverein aus Holzheim schaffte ebenfalls nur seinen Einstiegsversuch und konnte sich damit aber ungefährdet den zweiten Platz dieser Klasse sichern. Thomas Goldhahn vom Kraftsport Lauter aus Sachsen belegte denn Bronzeplatz mit noch vernünftigen 180 kg. Bis 105 kg gab es eine klare Rollenverteilung. Die 220 kg von Martin Pfannstiel waren die Siegerlast. Daniel Ginzinger vom Stemmclub aus Landshut machte in Vorbereitung auf die Bayernligarückrunde einen guten Wettkampf und bezwang 190 kg und holte sich damit Silber. Platz drei mit 145 kg blieb in der Oberpfalz, Ronny Schiegl vom SC Wald drückte diese RAW. Im Schwergewicht gab es bei sieben Athleten ein buntes Podest. Ronny Reimling von den Kraftsportfreunden Stöckigt drückte nach Anfangsschwierigkeiten im dritten Versuch eine neue persönliche Bestleistung von starken 252,5 kg und machte damit die höchste Punktzahl der Aktiven Männer mit 146 Relativpunkten. Stephan Paulus ebenfalls vom Nachbarn aus Holzheim drückte nur seinen ersten Versuch gültig. Der Hemdwechsel zum zweiten und dritten Versuch bescherte keine neue Bestleistung und blieb dadurch hinter dem Mann aus Stöckigt zurück. Immerhin konnte er sich mit seinen erzielten 134 Punkten noch den dritten Platz der Relativwertung sichern. Der dritte Platz in der Klasse bis 120 kg ging nach einer Zitterpartie an Michael Nichtern vom KSV Mainz 08. Erst im letzten Versuch konnte er seine gewählte Last von 220 kg zur Hochstrecke bringen. Nur zwei Athleten gingen im Superschwergewicht an die Hantel. Das Rennen machte hier Klaus Baumgartner vom KSV Höllhöhe, der in der Wiederholung 220 kg gültig in die Wertung brachte und den dritten Versuch gänzlich strich. Den zweiten Platz sicherte sich Andre Schober vom KSC Frauenau mit einer Steigerung auf 145 kg.

STC Bavaria Landshut gewinnt zum dritten Mal in Folge

Nach Bekanntgabe der Meldeliste standen die Favoriten auf den großen Mannschaftspokal mit dem Ausrichter und dem STC Bavaria 20 Landshut schon so gut wie fest. Im Endklassement kam es schließlich auch nicht anders. Der STC Bavaria 20 Landshut lag mit starken 144 Punkten in Führung. Gefolgt vom SC Oberölsbach, die mit 134 Punkten nur 10 Punkten dahinter lagen. Äußerst knapp ging es weiter zwischen dem PSV Sonneberg mit 69 Punkten vor dem KSC Puch mit 68 Punkten zu.

Als Ausrichter verzichtete der SC Oberölsbach ehrenvoll auf ihre Platzierung und nahm sozusagen „außer Konkurrenz“ an der Mannschaftswertung teil. So gewann der STC Bavaria 20 Landshut mit einem mehr als komfortablen Vorsprung den Wanderpokal für die Mannschaftwertung vor dem PSV Sonneberg und dem KSC Puch.

Da sich der Stemmclub bereits in den Jahren 2011 und 2012 den Wanderpokal hat sichern können, konnten sie diesen nun endgültig mit nach Hause nehmen. Denn so besagen es die Regeln, schafft ein Verein den Hattrick in der Vereinswertung, geht der Besitz des Wanderpokals endgültig an den erfolgreichen Verein über. Nach diesem überragenden Sieg haben es sich die Stemmcluber mehr als verdient, diesen an sich zu nehmen. Es ist auch ein guter Zeitpunkt, um pünktlich zum Jubiläum einen neuen Wanderpokal präsentieren zu können.

Rückblick – 19 Mal – Oberölsbacher Champion-Cup

Von den gemeldeten 145 Athleten gingen letztendlich 132 Athleten an den Start. Es hat ein Großteil der Athleten wegen einer Verletzung bzw. aufgrund der Grippewelle abgesagt. Trotzdem kann man sagen, dass sich der Schwund zur Meldeliste noch sehr gut im Rahmen gehalten hat. Mit 132 gestarteten Athletinnen und Athleten konnte man die zweithöchste Beteiligung bei einem Champion-Cup verzeichnen. Das Jahr 2006 bleibt mit 138 „noch“ unerreicht, was sich vielleicht zum Jubiläum ändern könnte.

Man kann mit Recht sagen, dass die Erfolgsgeschichte des Oberölsbacher Champion-Cup weitergeschrieben werden kann. Der Champion-Cup hat einfach wieder einmal wahnsinnig Spaß gemacht. Die Athleten kamen von nah und fern, um beim 19. Champion-Cup ihr Können wieder unter Beweis zu stellen. Es konnten wieder zahlreiche persönliche Bestleistungen erzielt werden. Sogar einige inoffizielle Deutsche Rekorde wurden angegriffen. Dies zeigt, dass alle Athleten hochmotiviert und so früh im Jahr schon eine gute Form vorweisen konnten.

Wenn man statistisch auf die letzten 19 Champion-Cups zurückblickt, wurde in diesem Jahr der Cuprekord bei den Männern nur knapp verpasst. Klaus Semskij verpasste mit seinen 159,25 Punkten genau vier Punkte seinen eigenen Rekord, den er letztes Jahr erst aufgestellt hatte. Gabi Hirner konnte ihren eigenen Cup-Rekord aus dem Jahr 2005 minimal verbessern, blieb aber noch hinter der Cup-Bestmarke von Bianca Penisson vom VfB Friedrichshafen mit 127,58 Punkten aus dem Jahr 2000.

Klaus Semskij vom STC Bavaria 20 Landshut gewann nach 2009 und 2011 zum dritten Mal den großen Champion-Cup-Pokal der Männer. Zweitstärkster Athlet wurde der Aktive Ronny Reimling von den Kraftsportfreunden Stöckigt vor Farkas Gabor vom TSG Augsburg. Über den dritten Sieg bei den Frauen konnte sich Gabi Hirner vom KSC II Amberg freuen. Nach den Jahren 2003 und 2005 gewann sie 2013 souverän die Damenkonkurrenz in drei tollen Versuchen. Zweitstärkste Athletin des Tages wurde die AK I Athletin Frieda Holzer vom PSC Rosenberg vor Silvia Stütz vom FC Rhein-Main Rüsselsheim.

Unser besonderer Dank gilt den zahlreichen Helfern und den Kampfrichtern, die unermüdlich zum Gelingen dieses 19. Oberölsbacher Champion-Cup beigetragen haben.

Ausblick

Wir laden euch jetzt schon recht herzlich zu unserem Jubiläums Champion-Cup im nächsten Jahr ein. Wir werden 20! Wir würden uns wieder über eine Vielzahl von Athleten, Betreuern und Besuchern freuen. Ein Termin steht zwar noch nicht fest, aber es ist gewiss, dass wir den 20. Champion-Cup in den ersten Monaten des Jahres 2014 abhalten wollen. Weiter können wir jetzt schon verkünden, dass es nächstes Jahr für jeden Starter anlässlich des Jubiläums einen Pokal geben wird. Absolut keiner soll leer ausgehen.
In diesem Sinne – bleibt gesund und stark – bis zum nächsten Jahr.

 

Bericht: Rosina Polster, Technische Leiterin, SC Oberölsbach

 

Hier geht’s zu den zahlreichen Bildern: http://www.kraftdreikaempfer.de/news/19-ober%C3%B6lsbacher-champion-cup-2013

 

Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer e.V.
www.bvdk.de