Gräfenhainichen veranstaltet ihre 30. Deutsche Meisterschaft

Erfreuliche Teilnehmerzahl – Starke Leistungen
 
Der Athletik- und Fitnessverein Gräfenhainichen richtete in diesem Jahr mit den Deutschen Meisterschaften im Kreuzheben aller Altersklassen den 30. und laut Angaben von Uwe Köckert vorläufig letzten Wettkampf auf bundesdeutscher Ebene aus. Wie immer war von Uwe Köckert und seinem Team alles perfekt organisiert und durchgeführt. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an die Familie Köckert und seinen Helfern für das große Engagement über mehr als ein Jahrzehnt für den BVDK.

Motiviert durch die ausgezeichnete Wettkampfatmosphäre boten die 173 Athleten zum Teil überragende Leistungen.

weibliche A-Jugend – Marie Hauschild dominiert


Die weibliche Jugend war im Bereich der Jugend A mit insgesamt nur 3 Frauen besetzt. Die Jugend B fehlte leider gänzlich. Hier hoffen wir, dass in Zukunft wieder mehr weiblicher Nachwuchs heran kommt. Relativstärkste Athletin dieser Altersklasse war Marie Hauschild KSV Weissensee mit drei hervorragenden Versuchen über 100-112,5-120 kg RAW. Dies brachte ihr 129 Relativpunkte ein. Jessica Werner vom AC Lauchhammer aus der Klasse bis 57 kg konnte sich mit ihrer Serie und am Ende 95 kg und 117 Punkten den zweiten Relativplatz sichern. Den dritten Platz der Relativwertung belegte die Klassenkonkurrentin von Marie Hauschild. Melanie Hausdörfer vom PSV Sonneberg erzielte mit runden 100 kg aus dem zweiten Versuch 108 Relativpunkte.

weibliche Junioren – Anna-Lena Kretschmann in DM-Form


Bei den Juniorinnen traten insgesamt nur zwei Frauen an die Hantel. Dies ist doch eine erschreckend niedrige Zahl. Hier hat man gesehen, dass das Wettkampfjahr doch schon sehr lange war und sich einige Athletinnen entschieden haben nicht teil zu nehmen. Nichtsdestotrotz zeigte vor allem Anna-Lena Kretschmann vom KSV Fitnesskreis mit den Versuchen über 137,5 und 142,5 kg noch schöne Versuche und konnte dafür 147 Punkte kassieren. Spannend machte es hierbei Sarina Schmiedeberg vom AC Rüdersdorf. Den ersten Versuch trat sie erst nicht an und im zweiten Versuch wollten die geforderten 100 kg nicht gültig gelingen. Die Wiederholung im dritten Versuch meisterte sie dagegen blitzsauber und konnte auch das Kampfgericht davon überzeugen.

weibliche Aktive – Starke Vorstellung von Jungmutti Elke Schreiber


In der Klasse bis 52 kg zeigte sich Esther Ehrlicher vom PSV Sonneberg in bestechender Form. Mit ihren 142,5 kg konnte sie ungefährdet den Sieg ihrer Klasse vor Anita Pfeiffer vom Gostorfer SV einfahren und sich den zweiten Platz der Relativwertung sichern. Drei Frauen gingen in der Klasse bis 57 kg an den Start. Überzeugen konnte hier vor allem Susann Cichon Vom SV Fellbach in ihrer Schokoladendisziplin. Am Ende konnte sie 150 kg kampfbetont in die Wertung bringen und sich damit gleichzeitig den dritten Relativplatz sichern. 155 kg wollten einfach nicht mehr gelingen. Den Vizetitel dieser Klasse konnte sich Helena Schlosser von der VT Union Groß Ilsede mit ihren Einstiegsversuch von 135 kg sichern. Platz drei ging an Maria Rücker vom K&F Eilenburg mit 117,5 kg. Überragend bei den Aktiven Frauen war in der Klasse bis 63 kg Elke Schreiber vom KBV Bautzen. Mit zwei schönen Versuchen über 160 bzw. 170 kg konnte sie sich mit 183 Punkten den Relativsieg der Aktiven Frauen sichern. Die geforderten 180 kg waren an diesem Tage einfach zu schwer. Auf den zweiten Platz mit noch beachtlichen 150 kg setzte sich die Forchheimerin Simone Wenzlaw. Nur auf Grund des niedrigeren Körpergewichts sicherte sich Silvia Stütz vom FCRM Rüsselsheim mit 137,5 kg den Bronzeplatz vor Laura Gramann von der VT Union Groß Ilsede. Unangefochten in der Klasse bis 72 kg war die Kasselanerin Verena Stein mit einer tollen Serie von 140-150-160 kg. Auf den weiteren Plätzen war ein harter Kampf angesagt. Hier setzte sich Heide Baumann aus dem Bayerischen Wald mit 127,5 kg durch und konnte sich den zweiten Platz erkämpfen. Mit gleicher Last nur 2,2 kg schwerer, wurde Katja Broxtermann vom Sanssouci Gym Potsdam Dritte. Die weiteren Plätze belegten Melanie Hurraß vom PL Lauchhammer mit 125 kg und Jana Walter vom USV TU Dresden mit 120 kg. Im Alleingang wurde die amtierende Deutsche Meisterin im Kraftdreikampf der Klasse bis 84 kg, Sylvia Szarvas, mit 155 kg Erste ihrer Klasse. Sieben Wochen nach der Entbindung ihres zweiten Sohnes Felix zeigte sich Martina Segerer in der Klasse plus 84 kg in aufsteigender Form. Mit 145 kg konnte sie ihre Klasse vor Sarah Petzold vom AC Heros Kassel gewinnen.

weibliche Altersklassen - Ana Geitner überstrahlt alle Altersklassen


Alles überragende Athletin dieser Deutschen Meisterschaften war wieder einmal die nur 42,6 kg schwere Ana Geitner vom USV TU Dresden in der Klasse AK I bis 47 kg, die nacheinander mit zunächst 132,5 kg und anschließend 140 kg überzeugen konnte, sondern mit 201 Relativpunkten als einzige Frau über die 200-Punkte-Marke kam. Im Alleingang gewann Kerstin Heß vom PSV Sonneberg die Klasse AK I bis 57 kg mit 110 kg. Relativ Zweite und Siegerin der Klasse AK I bis 63 kg wurde Simone Brandt vom SV Rotation Langenbach. Ihre 145 kg waren am Ende 162 Relativpunkte wert. Platz zwei belegte Sabine Bommersbach vom PSV Sonneberg mit noch ordentlichen 135 kg. In der Klasse AK I bis 72 kg zeigte Ines Naarmann mit 135 kg eine solide Leistung und konnte sich damit im Alleingang den Meistertitel sichern. Einen starken Auftritt legte Susanne Steidle vom SV 05 Würzburg hin. Mit am Ende 172,5 kg konnte sie souverän die Klasse AK I bis 84 kg gewinnen und sich mit runden 160 Punkten den dritten Platz der Relativwertung sichern. Mit 145 kg aus dem Einstiegsversuch konnte sich Sylva Wunderlich vom Sanssouci Gym Potsdam den zweiten Platz vor Maria Walter vom USV TU Dresden mit 140 kg sichern. In der Klasse AK I plus 84 kg trat Carola Graul alleine an die Hantel. Sie konnte nur ihren Einstiegsversuch von 115 kg in die Wertung bringen und sich dadurch den Titel sichern. Sie musste verletzungsbedingt den Wettkampf nach dem zweiten Versuch abbrechen.
In der Altersklasse II gingen mit Beate Normann vom PSV Sonneberg in der Klasse bis 63 kg und Katrin Schwarz vom USV TU Dresden in der Klasse bis 72 kg nur zwei Frauen an den Start. Katrin Schwarz konnte hier mit 130 kg bzw. 133 Punkten diese Altersklasse gewinnen.
Mit einer Athletin war die Altersklasse III besetzt. Gleich im ersten Versuch zeigte Anita Thimm vom KSV Langen einen neuen deutschen Rekord von 130 kg. Die Steigerung auf 137,5 kg war leider zu schwer. Mit den gezeigten 130 kg ist Anita Thimm weiterhin das Maß aller Dinge dieser Altersklasse.

männliche Jugend B – Eren Kayadan gewinnt in seinem letzten Jahr


Im reinen PL Lauchhammer-Duell siegte in der Klasse bis 53 kg Marcel Winkelmann mit 97,5 kg vor seinen Vereinskollegen Leon Helbig mit 80 kg. Die Relativwertung gewichtsklassenintern konnte aber Leon für sich entscheiden, da er genau 10 kg leichter als Marcel war. In der Klasse bis 59 kg gewann Paul Fuhrmann mit zwei neuen Deutschen Rekorden von 147,5 und 150 kg im Alleingang. Das Duell in der Klasse bis 66 kg konnte im letzten Versuch Alexander Anipkin vom SV Quitt Ankum mit 135 kg für sich entscheiden. Eric Helbig vom PL Lauchhammer belegte mit 130 kg den zweiten Platz. In der Klasse bis 74 kg ging es äußerst knapp zu. Eren Kayadan vom AV Vorwärts 05 Groß-Zimmern konnte diese Klasse nur aufgrund des leichteren Körpergewichts für sich entscheiden. Er sowohl auch Krystian Kleszczewski vom AC Rüdersdorf brachten 182,5 kg in die Wertung. Das gleiche Bild spiegelte sich auch in der Relativwertung. Hier wurde Eren mit 142 Punkten vor Krystian mit 141 Punkten Erster. Der dritte Platz dieser Klasse ging mit noch ordentlich 177,5 kg an Dustin Podhornik von der SG Motor Arnstadt. Die weiteren Plätze belegten Willi Müller vom PL Lauchhammer und Timon Hofmann von der SG Motor Arnstadt. Nicht zu schlagen war in der Klasse bis 83 kg der Amberger Franz Graaf. Er zeigte solide Versuche über 187,5 bzw. 200 kg. Die Steigerung auf neuen Deutschen Rekord von 210 kg war an diesem Tag noch zu schwer. Mit seinen 200 kg konnte er nicht nur seine Klasse gewinnen, sondern sich auch den dritten Platz der Relativwertung erkämpfen. Auf Platz zwei setzte sich Jonas Beuter vom VfB 07 Klötze nur auf Grund seines leichteren Körpergewichts. Er und Jonny Petzold von der SG Motor Arnstadt bewältigten 170 kg. Eine Klasse höher konnte die gleiche Taktik beobachtet werden. Martin Scholz vom PL Lauchhammer stieg ordentlich mit 165 bzw. 180 kg ein. Die geforderten 190 kg sollten ebenfalls ein neuer Deutscher Rekord sein. Leider war auch hier das Gewicht noch zu schwer und so gingen 180 kg in die Wertung, was gleichzeitig auch der Titel der Klasse bis 93 kg bedeutete. Platz zwei ging an Dennis Dimmel vom SV Quitt Ankum mit 115 kg. Im Alleingang war Tim Jurick vom AC Lauchhammer in der Klasse plus 120 kg unterwegs. Er konnte sich mit 210 kg den Titel sichern. Die Steigerung auf neuen Deutschen Rekord von 220 kg wollte, so wie bei seinen Vorstreitern auch nicht gelingen.

männliche Jugend A – Knapper Sieg für Julian Schnurr


Die Klasse bis 59 kg konnte Max Wiegand vom AC Lauchhammer im Alleingang mit einer blitzsauberen Serie von 100-110-122,5 kg gewinnen. Mit fünf Mann war die Klasse bis 74 kg gut besetzt. Hier wurde Bryan Menzel mit einer guten 3er Serie und am Ende 180 kg Deutscher Meister. Die weiteren Plätze waren hart umkämpft. Platz zwei und drei wurden nur auf Grund des Körpergewichts entschieden. Der Vorteil war hier bei Nicolas Gohla vom PL Lauchhammer vor Leon Winter vom SV Motor Eberswalde. Beide zogen 175 kg. Mit 170 kg landete Josef Melcher vom SV Quitt Ankum auf den vierten Platz. Er wollte im letzten Versuch noch Platz eins mit 177,5 kg angreifen. Platz fünf ging an Gregor Unger vom PL Lauchhammer mit 165 kg. In der Klasse bis 83 kg war der Weltmeister im Bankdrücken innerhalb des Kraftdreikampfes, Julian Schnurr, nicht zu schlagen. Mit einer sauberen Serie von 217,5-230-235 kg konnte er sich nicht nur den Klassensieg erkämpfen, sondern auch die Relativwertung für sich entscheiden. Mit soliden 162,5 kg wurde Enrico Mehl vom PL Lauchhammer noch zweiter dieser Klasse. Eine Klasse höher dominierte Maximilian Schröder vom KSC Frauenau. Er brachte insgesamt 232,5 kg in die Wertung und gewann damit seine Klasse vor Marco Seibel vom AC Lauchhammer mit 195 kg. Maximilian scheiterte knapp im letzten Versuch an den geforderten 237,5 kg. Gehandicapt in der Handfläche durch einen Arbeitsunfall konnte er die Last nicht halten und musste so den Relativsieg der Jugend A Julian Schnurr überlassen. Unser Doppelbankdrückweltmeister der Jugend, Kevin Jäger, zeigte mit 225 und 235 kg aufsteigende Form im Kreuzheben. 245 kg wollten knapp nicht gelingen. Die bewältigten 235 kg reichten aber trotzdem zum dritten Relativplatz bei der Jugend A.

männliche Junioren – Malte Fleissner zieht in seinem letzten Jahr Deutschen Rekord


In der Klasse bis 66 kg ging der Deutsche Meistertitel im Alleingang an Nick Schünemann vom SV Stahl Blankenburg mit 162,5 kg. Mit 235 kg konnte Marius Milla der Titel in der Klasse bis 74 kg nicht streitig gemacht werden. Auf Platz zwei landete Helmut Priebe vom SV Quitt Ankum mit 222,5 kg, der in seinen letzten Versuch mit 242,5 kg noch einmal angreifen wollte auf Platz eins. Den Bronzeplatz sicherte sich Dennis Feitz vom STC Bavaria 20 Landshut mit noch soliden 215 kg. Michael Stahn von der SG Chemie Wolfen schied ohne gültigen Versuch aus. Die Klasse bis 83 kg dominierte klar Martin Lux vom AC Rüdersdorf mit 275 kg. Er erkämpfte sich mit einem Vorsprung von 0,1 Punkten und 185,8 Punkten den zweiten Platz der Relativwertung. Mit einer guten Leistung von 247,5 kg setzte sich der Forchheimer Thomas Starklauf dahinter. Auf den dritten Platz landete Martin Ehrlicher vom PSV Sonneberg mit nur einem Versuch verletzungsbedingt über 105 kg. Sportsoldat Artur Dimmel vom SV Quitt Ankum war in der Klasse bis 93 kg und gezogenen 300 kg unangefochten. 193 Relativpunkte reichten für ihn zum Sieg in der Altersklasse. Schon abgeschlagen mit 230 kg wurde der Bad Lausicker Kevin Vierig Zweiter dieser Gewichtsklasse. Auf den dritten Platz setzte sich nach gutem Pokern und mit 202,5 kg Robin Baltrusch vom AS Heros Kassel. Platz vier und fünf ging mit 195 kg an die Zwillingsbrüder Christian und Johann Hagl vom KSC Frauenau. In der Klasse bis 105 kg zeigte sich bei Marcus Böttger vom AC Lauchhammer, dass das Wettkampfjahr doch schon sehr lange gedauert hatte. Er konnte nur seinen ersten Versuch mit 260 kg in die Wertung bringen, scheitere an 270 kg und hörte anschließend auf. Trotz dessen reichte es für den ersten Platz dieser Klasse. Auf Platz zwei setzte sich der Rüdersdorfer Domenik Mierzwa vor Brian Bandau vom VfB 07 Klötze nur auf Grund seines Körpergewichts. Beide zogen immerhin 215 kg. Platz vier ging an Christian Siegert vom Hellas 09 Oranienbaum mit 170 kg. In einer tollen Form konnte sich Malte Fleissner in der Klasse bis 120 kg präsentieren. Vor zwei Wochen musste er auf Goldkurs noch verletzungsbedingt auf den Deutschen Meisterschaften im Kraftdreikampf vor dem Kreuzheben aufgeben. Dieses Mal zeigte er mit 280-302,5-315 kg eine klasse Serie mit Luft nach oben. 315 kg waren hierbei gleichzeitig Deutscher Rekord und Platz drei der Relativwertung. Platz zwei ging mit fünf Zentner an Axel Kunze vom KSV Bad Lausick. Dahinter setzte sich mit nur einem gültigen Versuch Friedrich Mockenhaupt vom AV Vorwärts 05 Groß-Zimmern mit 230 kg. Der Deutsche Meister im Kraftdreikampf der Klasse plus 120 kg wurde auch hier Deutscher Meister. Mit 280 kg konnte er den Titel nur mit seinen Einstiegsversuch sichern. Platz zwei ging an Jan Grigat vom VfB Klötze mit 262,5 kg, der nur knapp an der Siegerlast von 282,5 kg scheiterte. Dahinter reihte sich Daniel Hahlbeck mit 215 kg ein. Gänzlich ohne gültigen Versuch blieb Stefan Andres vom K&F Eilenburg.

männliche Aktive - Jewgenij Kondraschow nach der WM in glänzender Form


Im Alleingang zum Deutschen Meistertitel zeigte Daniel Lasse vom SV Motor Eberswalde mit 175 kg noch eine ansprechende Leistung. In der Klasse bis 74 kg wurde das Podest bunt gemischt. Ganz oben stand am Schluss ein Franke. Udo Bauer vom SV Würzburg zog 260 kg und konnte so durch den Rekordpoker von Michel Ehrlicher sicher den Sieg einfahren. Der Sonneberger steigerte nämlich nach gültigen 255 kg auf 275 kg und scheiterte aber deutlich daran. Bronze ging nach Mecklenburg-Vorpommern. Sebastian Kienast vom SSV Hohen Wangelin zog glatte fünf Zentner, konnte Michel aber nicht mehr gefährden. Matthias Grab aus Geringswalde gewann die Klasse bis 83 kg mit nur einem gültigen Versuch über 280 kg. 300 kg waren zwei Mal zu viel des Guten. Nur fünf Kilo dahinter platzierte sich Thomas Boiar vom KSO Silberrücken Dortmund. Mit seinen drei gültigen Versuchen zeigte er Potenzial für mehr. Steven Vierig aus Bad Lausick sicherte die Bronzemedaille im zweiten Versuch ab und griff im dritten Versuch noch einmal nach Gold. Doch die 20 kg Steigerung auf 280 kg gelang ihm nicht mehr. Spannend machte es Hajo Balke vom AC Beeskow in der Klasse bis 93 kg. Mit nicht einmal 89 kg Körpergewicht startete er mit guten 295 kg, schaffte aber dann die Steigerung auf 310 kg nicht. Nun konnten Christian Schreiber vom KBV Bautzen und Mike Schollbach aus Heiligenrode mit 302,5 bzw. 295 kg vorbei und gleich ziehen. In der dritten Runde ging es dann für Mike um Silber. Die verlangten 297,5 kg waren wie an die Bohle genagelt. Christian versuchte sich an einer neuen persönlichen Bestleistung von 307,5 kg. Doch dieses Mal Gewann das Eisen. Nun lag es in der Hand von Hajo, noch einmal an die 310 kg zu gehen und den Sieg für sich zu verbuchen. Diesmal behielt der Brandenburger die Oberhand über den Eisenberg und schrammte damit um nicht mal 0,7 Punkte an der magischen Grenze von 200 Wilkspunkten vorbei.
Mit nur 94,3 kg zeigte Mykola Grab vom AC Rendsburg eine starke Leistung von 310 kg und zeigte seinen Konkurrenten aus der Klasse bis 105 kg die Grenzen auf. Robert Bitter aus Klötze schnitt mit seinen drei gültigen Versuchen über 260 280 und 285 kg noch am besten ab und sicherte sich Silber. Markus Rücker aus Eilenburg lag nur 2,5 kg dahinter. Er konnte aber mit seiner Serie von drei guten Versuchen das Optimum an diesem Tag herausholen. Jegliche Chance auf Edelmetall nahm sich Rene Ullerich aus Gostorf. Nach gültigen 280 kg scheiterte dann aber zweimal gänzlich knapp an 300 kg. Alex Geitner aus Dresden und Alex Hoffmann aus Ilsede gaben den Ton in der Klasse bis 120 kg an. Beide pokerten sich im dritten Versuch hoch. Am Schluss mit dem besseren Ende für den Mann aus Niedersachsen. 312,5 zu 310 kg hieß der Endstand der beiden Kontrahenten. Mit nur einem gültigen Versuch über 270 kg konnte Oliver Zamzow aus Großräschen die Bronzemedaille sichern. Im Superschwergewicht hatte sich ein spannendes Duell angekündigt. Tobis Zinserling von den Bierfasshebern aus Gotha beeindruckte mit starken Trainingsleistungen und wollte dem evtl. Jetlag geplagten Jewgenij Kondraschow vom KSC Puch ein wenig ärgern. Doch alles kam ganz anders. Tobias zog „nur“ 330 kg aus seinem zweiten Versuch gültig nach oben. Die verlangten 345 kg aus der dritten Runde waren deutlich zu schwer. Jewgenij steigerte gewohnt klug. Mit 317,5 und 332,5 kg lag er jeweils um fünf Pfund vor seinem Gegner. Somit war der Sieg unter Dach und Fach. Nun ging es ums Ganze. Er steigerte auf 363 kg (der deutsche Rekord lag nur bei 360 kg). Es ging nicht um den Rekord, sondern um den Sieg gegen sich selbst. Mit dieser Last würde er nicht nur seine persönliche Bestlast aus der Juniorenzeit verbessern, sondern auch noch die Silberlast der diesjährigen Weltmeisterschaft in Puerto Rico ziehen. Unter tobenden Applaus der Halle zog er die höchste Last des Tages mit einer Leichtigkeit nach oben, dass man nur staunen konnte. Damit zeigte er deutlich, dass er in allen Disziplinen wieder in der nationalen und internationalen Spitze angekommen ist. Auch die Relativwertung ging mit 202 Punkten an den Nürnberger. Knapp dahinter blieb Hajo Balko vom AC Beeskow mit 310 kg und 199 Punkten und Mykola Grapp vom AC Rendsburg mit ebenfalls 310 kg und 193,48 Punkten.

männliche AK I - Goslar Zwilling Müller mit starkem Jahresabschluss


Die Klasse bis 66 kg war die erste der Altersklasse I. Henrik Rilke vom SV Quitt Ankum dominierte hier mit drei gültigen Versuchen und 215 kg. Frank Wunderlich aus Potsdam und Frank Schoenerstedt vom Ausrichter teilten sich die Plätze nur auf Grund des Körpergewichtes mit jeweils 190 kg. In der Klasse bis 74 kg trat Jörg Müller allein an. Nichtsdestotrotz zeigte er mit drei gültigen Versuchen und 265 kg eine mehr als gute Vorstellung. Sunday Ehogharukomwen aus Dachau startete mit nur 75,3 in der Klasse bis 83 kg. Trotz des leichten Körpergewichtes führte an ihm kein Weg vorbei. 255 kg konnte kein Athlet dieser Klasse überbieten. Fabrizio Quensel vom SV Fortuna Pößneck und Janos Geerhardt von der SG Randersacker errangen mit 242,5 und 230 kg die Silber- und Bronzemedaille dieser Kategorie. In der Klasse bis 93 kg waren die Karten klar vergeben. Mario Schnurr aus Fellbach gewann mit 297,5 kg vor Olaf Meurer aus Eberswalde mit 252,5 kg. Dritter wurde Torsten Hofmann mit 210 kg von der SG Motor Arnstadt. Auch bis 105 kg gab es keine großen Überraschungen. Hier konnte sich der Sarstedter Rainer Heinrich klar gegen Axel Hüter aus Kassel mit 280 zu 240 kg durchsetzen. In seinem ersten großen Wettkampf konnte sich Dr. Marcus Heinzen vom KSV Bochum auf den ersten Rang schieben. Drei gültige Versuche und 302,5 kg reichten hier für den Sieg. Gostorf’s Torsten Pfeiffer und Carsten Stornfels aus Langen teilten sich Silber und Bronze mit 285 bzw. 270 kg. Im Alleingang konnte sich Georg Haug aus Duisburg den Titel in der Klasse plus 120 kg sichern. Er brachte 235 kg in die Wertung.

männliche AK II – Hauchdünner Sieg für Robert Robeis


Den Sieg in der Klasse bis 74 kg und Platz drei in der Relativwertung sicherte sich Roland Asmus vom SV Motor Eberswalde mit 230 kg. Platz zwei der Gewichtsklasse ging mit 195 kg an Klaus Griesch vom Iron Athletik SV Erfurt. Die Klasse bis 83 kg war mit fünf Athleten am Stärksten in der AK II besetzt. Knapp durchsetzen konnte sich hier Dieter Hundertmark vom TC Hameln mit seinen letzten Versuch über 225 kg. Mit Platz zwei musste sich Johann Goldstein vom KSC Attila Dachau mit 222,5 kg zufrieden geben. Dahinter reihte sich der zweite Bayer mit Josef Weiss vom KSC Frauenau mit 192,5 kg ein. Auf den weiteren Plätzen folgten Ekkehard Enslin und Klaus Langhoff. Mit 0,2 Punkten Vorsprung erkämpfte sich Robert Robeis vom AC Amberg den Relativsieg. Er gewann dazu souverän mit 272,5 kg bzw. 181 Punkten die Klasse bis 93 kg. Der Deutsche Rekordversuch von 285 kg war an diesem Tag zu schwer. Einen guten zweiten Platz belegte Wolfgang Weidemeier vom MTV Vater Jahn Peine mit 245 kg. Dahinter reihte sich Henry Drieselmann von der SG Chemie Wolfen mit 210 kg ein. Platz vier ging mit 195 kg an Michael Kürbis vom Sanssouci Gym Potsdam ein, da sein Angriff auf den Bronzeplatz misslang. Eine tolle Vorstellung in zwei Versuchen zeigte in der Klasse bis 105 kg Reinhard Melzig vom SV Einheit Wittenberg mit runden 300 kg. Dies wurde mit den Klassensieg und den zweiten Platz der Relativwertung belohnt. Er musste sich mit nur 0,2 Punkten Robert Robeis geschlagen geben. Platz zwei der Klasse bis 105 kg ging an Frank Schulze vom Hellas 09 Oranienbaum mit 242,5 kg. Der Höllhöher Josef Sussbauer konnte mit soliden 207,5 kg den Bronzeplatz erreichen. Klaus Cech verletzte sich beim Aufwärmen und zeigte nur einen Versuch über 110 kg. Im Superschwergewicht konnte sich mit einer schönen 3er Serie und am Ende 280 kg Frank Girrulat vom SV Stahl Blankenburg durchsetzen. Dahinter reihte sich vom FSV Blau-Weiß Bergen Harald Paul mit 205 kg ein.

männliche AK III – Lutz Schuricht zeigt eine tolle Serie zum Jahresabschluss


Den Einstieg der AK II machte im Alleingang Werner Wagner vom ASV Grötzingen mit einer 3er Serie und 160 kg in der Klasse bis 66 kg. In einer guten Form zeigte sich auch Horst Echtner vom SV Rotation Langenbach in der Klasse bis 74 kg. Er konnte solide 215 kg in die Wertung bringen und sich nebenbei noch den zweiten Platz der Relativwertung sichern. Mit einer guten Leistung konnte Lutz Schuricht vom VfV 1898 Cremlingen in der Klasse bis 83 kg überzeugen. Mit seinen 235 kg aus dem letzten Versuch zeigte er einen schönen neuen Deutschen Rekord. Er holte sich mit 160 Punkten den Relativsieg der AK III. Ebenfalls im Alleingang und einer schönen 3er Serie und am Ende 170 kg zeigte der Langener Achim Stöffler in der Klasse bis 93 kg bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft. In der Klasse bis 105 kg gab es die einzige direkte Konkurrenz mit drei Athleten. Deutlicher Sieger wurde der Dachauer Alois Weiser mit ordentlichen 255 kg, die gleichzeitig neuen Deutschen Rekord bedeuteten. Er wurde mit einem halben Punkt Rückstand auf Horst Echnter Dritter der Relativwertung. Den zweiten Platz der Klasse bis 105 kg sicherte sich Heinz Mihoubi vom KSV Höllhöhe mit runden 200 kg. Dahinter reihte sich noch Lothar Krause vom Ohrdrufer SV mit 160 kg ein. Nach seiner Knie-OP im Sommer zeigte sich Xaver Kennerknecht vom TV Kempten in der Klasse bis 120 kg wieder in einer bestechenden Form und lieferte am Ende 230 kg ab.

männliche AK IV - Deszö Szloboda dominiert


Mit einer soliden Leistung von 130 kg sicherte sich Ludwig Werner vom AC Germania Aschaffenburg den Titel in der Klasse bis 59 kg. Ebenso erfolgreich war Deszö Szloboda vom Preetzer TSV, der mit einer tadellosen Serie von 160-170-175 kg sich im Alleingang den ersten Platz der Klasse bis 66 erkämpfte. Mit seinen 140 Relativpunkten war er in der AK IV unschlagbar. KDK-Urgestein Ulrich Mielich vom ESV 1927 Regensburg zeigte mit einer 3er Serie und am Ende 130 kg einen guten Wettkampf und wurde ebenfalls Erster der Klasse bis 74 kg. Das erste Duell der AK IV wurde in der Klasse bis 83 kg bestritten. Mit 65 kg Vorsprung konnte sich Wilfried Häusler vom MTV Vater Jahn Peine deutlich vor Gert Meyerhofer vom Hellas 09 Oranienbaum durchsetzen und mit 180 bzw. 185 kg einen Deutschen Rekord markieren. Gleichzeitig erkämpfte er sich mit 185 kg bzw. 131 Punkten den zweiten Platz der Relativwertung. Mit der Klasse bis 93 kg folgte eine Dreier-Konkurrenz. Relativ eindeutig konnte sich hier Josef Metz vom PL Duisburg mit 175 kg absetzen und sich zusätzlich den dritten Platz der Relativwertung sichern. Auf den zweiten Platz setzte sich Siegfried Thormeyer vom PSV Sonneberg mit 132,5 kg. Dahinter belegte Wolfgang Kolditz vom Herrnburger AV mit 127,5 kg den dritten Platz. Im Alleingang siegte Klaus Feldmann vom SV Siegfried-Nordwest Berlin in der Klasse bis 105 kg mit 150 kg.

 
Weitere Bilder von der DM Kreuzheben 2012 gibt´s hier: http://www.kraftdreikaempfer.de/news/dm-kreuzheben-2012
 

 

Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer e.V.
www.bvdk.de