Hinrunde der Bayernliga Kraftdreikampf 2015

In einer Mammutveranstaltung von mehr als sechs Stunden ging der erste Kampf der Bayernliga im Kraftdreikampf 2015 über die Bühne. Die TSG Augsburg gab sich alle Mühe den Wettkampf sauber und ordentlich zu meistern und mit Hilfe aller Vereine gelang dies auch.

STC Bavaria Landshut
Dem Gastheber sei Dank auf Platz eins. Jewgenij Kondraschow rettete die Niederbayer den Sieg in der Hinrunde. Mit 900 kg und 500 Relativpunkten steuerte er den größten Anteil der 1335 Relativpunkte bei. Beim Rest vom Stemmclub zeigten sich noch einige technische Mängel. Bei der Kniebeuge gab es lediglich drei gültige Equipment-Versuche. Ebenso lief es beim Bankdrücken. Bei aller Kritik da soll auch Lob sein. Wenn sie ihre Leistung so kompensieren können, wird ihnen der Titel nicht zu nehmen sein.

TSV Katzwang
Die Newcomer setzten sich gleich auf Platz zwei fest. Routinier Roman Reinbold stieg nach drei Jahren Verletzungspause wieder ins Wettkampfgeschehen ein und steuerte seiner Mannschaft wichtige 427 Punkte bei. Auch der Rest bewies Niveau. Armin Seynstahl, Ricardo Schunk schafften deutlich die 400-Punkte-Marke. Lediglich Teamchef Thomas Ziegler blieb mit 399 Relativpunkten knapp darunter. Aber alle Heber haben noch Reserven und müssten ihr Total von 1260 Relativpunkten noch deutlich steigern können.

TSG Augsburg
Bronze geht vorerst an die Schwaben. Gabor Farkas steuerte mit seinem bayerischen Rekord auf der Bank von 252,5 kg und einer leichten Beuge- und Kreuzeinheit satte 445 Relativpunkte bei. Daniel Eckert zeigte ebenfalls eine starke Form mit 417 Relativpunkten. Max Ernst zeigte trotz Ausrichterstress respektable 353 Relativpunkte. Mit einem ordentlichen Wettkampf in Landshut sollte der Stockerl-Platz greifbar nahe sein.

SC Oberölsbach II
Die Bundesligareserve der Oberpfälzer präsentierte sich geschlossen stabil. Bastian Grüner war bester Mann beim SCO II. Er trainiert nun für seinen Einsatz in der Bundesligamannschaft. Harald Nutsch und Rosina Polster erreichten eine fast identische Relativpunktzahl und zeigten noch Reserven für die kommenden Wettkämpfe. Jugend-A-Athlet Kevin Litwitz glänzte mit einem bayerischen Rekord im Bankdrücken von 105 kg mit gerade einmal 60 kg Körpergewicht.

ESV München Neuaubing II
Auch die Mannen aus der Landeshauptstadt bauen auf die jungen Wilden. Mit zwei Junioren, einem Aktiven und einem Senior traten sie an. Noch schaffte keiner die 400-Punkte-Marke, aber für alle vier ist dies durchaus möglich. In der zweiten Runde ist noch eine Steigerung drin, um den fünften Platz zu sichern.

HSC Pfatter
Die Regensburger schafften in dieser Saison endlich die eigene Mannschaft. Letztes Jahr mussten sie noch als Kampfgemeinschaft antreten. Und trotz einiger Verletzungssorgen konnten sie eine volle Mannschaft an den Start schicken. Stärkster Mann war der Trainer des HSC, Alfons Fäß. Technisch sauber zeigte sich die Jugend im Kniebeugen und Kreuzheben. Auf der Bank gab es doch reichlich ungültige Versuche. In Landshut werden sie es hoffentlich besser machen und noch ein paar Relativpunkte mehr einfahren können.

KSC Frauenau
Einen rabenschwarzen Tag erlebten die Woidler. Erst fiel Max Schröder auf Grund von Krankheit aus, dann musste sich Michael Herzog im Bankdrücken vier (eine Fehlbeladung der Hantel) Mal dem Gewicht geschlagen geben. Aber auch mit den Punkten aus dem Bankdrücken hätte der KSC nicht mit um die Spitzenplätze kämpfen können. In Landshut heißt es sich in allen Ehren aus dieser Saison zu verabschieden und für 2016 alles neu zu mobilisieren um wieder vorn mit zu spielen.

SC Wald
Auch beim SC ging die Krankheit um. Martina Segerer musste kurzfristig absagen. So musste Teamchef Günther Salbeck doch noch selber ans Eisen. Das bewahrte dem zweiten Neuzugang der Bayernliga aber nicht davor Lehrgeld zu zahlen. Knapp 900 Relativpunkte und Platz acht hieß es am Ende der Veranstaltung. Zur zweiten Runde können sie aber noch zeigen, dass noch mehr in ihnen steckt.

Jugend- und Juniorenwertung
Die Wertung um den Jugend- und Juniorenpokal führt der HSC Pfatter an. Sie haben gleich in der ersten Runde drei Athleten die jünger als 24 Jahre sind gestellt. Mit nur zwei Athleten aber rund 180 Relativpunkten Vorsprung vor dem SC Wald platzierte sich der ESV München Neuaubing II auf Platz zwei. Der SC Oberölsbach II hatte zumindest noch einen Jugend-A-Athlet am Start und steht vorerst auf Platz vier.

 

Marc Bielau

 

Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer e.V.
www.bvdk.de